Medium Access Control, MAC, Medienzugriffsverfahren - Definition

Defintion von Medium Access Control, MAC, Medienzugriffsverfahren

Abkürzung: MAC

Stichwörter: Medienzugriffsverfahren

Beim Mobilfunk teilen sich viele unterschiedliche Benutzer das gleiche Medium (umgangssprachlich: die Luft).

Damit die Signale trotzdem noch vom Empfänger auseinandergehalten werden können, müssen sie irgendwie unterscheidbar sein.
Medienzugriffsverfahren regeln diesen gleichzeitigen* Zugriff auf ein geteiltes Medium.
Folgende deterministische MAC-Verfahren werden in der drahtlosen Kommunikation angewendet:

- Zeitmultiplex: Time Division Multiple Access (TDMA)
- Raummultiplex: Space Division Multiple Access (SDMA)
- Frequenzmultiplex: Frequency Division Multiple Access (FDMA)
- Codemultiplex: Code Division Multiple Access (CDMA)
- Orthogonales Frequenzmultiplex: Orthogonal Frequency Division Multiple Access (OFDMA)

SDMA wird in allen zellularen Systemen angewendet.
GSM verwendet TDMA und FDMA.
Bei UMTS kommt CDMA zum Einsatz.
Wimax (nur 802.16e) verwendet OFDMA.

Das Medienzugriffsverfahren wird auf dem MAC-Layer gewählt. Der MAC-Layer ist Teil des Data Link Layer, welcher sich im OSI-Schichtenmodell an zweiter Stelle von unten direkt überhalb der physikalischen Schicht und unterhalb der Netzwerkschicht befindet.

* Der Begriff gleichzeitig ist bei TDMA nicht ganz korrekt, da hier die unterschiedlichen Benutzer nicht wirklich gleichzeitig senden/empfangen.

Siehe auch:

TDMA

SDMA

FDMA

CDMA

OFDMA