Orthogonal Frequency Division Multiplex, OFDM - Definition

Defintion von Orthogonal Frequency Division Multiplex

Abkürzung: OFDM

Orthogonal Frequency Division Multiplex ist ein Mehrträgerverfahren bei dem das zu übertragende Signal auf viele kleine Signalströme aufgeteilt wird. Jeder dieser Signalströme wird auf einem eigenen Träger moduliert. Die Träger sind orthogonal zueinander.

Aber wie kann man mehrere Träger gleichzeitig übertragen?

Sämtliche Geräusche, die das menschliche Ohr aufnimmt setzen sich zusammen aus diversen Sinusschwingungen. Ein einzelner Ton wird als kontinuierliches Brummen wahrgenommen. Alle anderen variiernden Töne lassen sich als Summe mehrerer überlagerter Sinusschwingungen darstellen. Es gibt also 2 Bereiche: den Zeitbereich -> das was unser Auge als grüne Linie auf dem Oszilloskop sieht - und den Frequenzbereich -> das was unser Ohr hört. Beide Bereiche beinhalten die gleichen Informationen und lassen sich mit der Fourier-Transformation hin und her wandeln.
Bei OFDM werden nun diverse einzelne Sinusschwingungen (Einzel-Informationen) durch die Inverse Fast Fourier Transformation (IFFT) vom Frequenzbereich in den Zeitbereich umgewandelt. Dieses Signalgemisch wird über die Luft übertragen und beim Empfänger durch die Fast Fourier Transformation (FFT) zurück vom Zeitbereich in den Frequenzbereich umgewandelt.

Da sich die einzelnen Sinusschwingungen im Frequenzbereich geringfügig überlagern dürfen erhält man mit OFDM eine verbesserte Spektrumeffizienz.
Die Signale liegen länger in der Luft was zu einer geringeren Inter-symbol Interferenz führt.
OFDM wird z.B. bei WiMax und WLAN eingesetzt.

Siehe auch:

OFDMA