Spreading Factor, SF, Spreizfaktor, Spreading Code, Channelization Code

Definition von Spreading Factor

Abkürzung: SF

Stichwörter: Spreizfaktor, Spreading Code, Channelization Code

Bei DS-Verfahren (UMTS) werden die Daten mit einem Spreading Factor gespreizt, um sie robuster gegen schmalbandige Störer zu machen. Die Spreizung erfolgt über eine logische Verknüpfung der Nutzdaten mit einem Spreading Code.

Spreading Factor = Chiprate/Bitrate
UMTS unterstützt nur Spreading Faktoren von 4, 8, 16, 32, 64, 128, 256, 512. Je kleiner der Spreading Factor desto höher die Symbolrate und damit die Datenrate. Bei einem Spreading Factor von 512 (wie er nur im downlink möglich ist) ergibt sich nach der Kanalkodierung eine Datenrate von unter 4kbit/s, die sich nur noch für Signalisierungskanäle nutzen lässt.
Da die Chiprate bei UMTS konstant 3.840.000 Chip/s beträgt, lässt sich am Spreading Factor die Bitrate ablesen.

Der Spreading Code wird aus dem Code Tree genommen. Die Summe der Kehrwerte aller Spreizfaktoren innerhalb einer Zelle darf maximal 1 betragen, d.h. es können maximal 128 Benutzer einen 128er-Spreading Factor bekommen. Es könnten aber auch 2 Benutzer einen 4er, 2 Benutzer einen 8er und 4 Benutzer einen 16er Spreading Factor gleichzeitig zugewiesen bekommen.

Siehe auch:

Processing Gain