30.10.2007

Mit HSDPA Datenkarte schneller im mobilen Internet surfen

Eine HSDPA Datenkarte mit entsprechendem Providervertrag dient quasi als schnellstes Modem, das derzeit für die mobile Internetnutzung auf dem Markt angeboten wird. Wer sich für eine HSDPA Datenkarte entscheidet kann mit DSL-ähnlicher Geschwindigkeit mobil im Internet surfen.

Dabei setzt die Übertragungstechnologie HSDPA auf UMTS auf, was allerdings die Aufrüstung der vorhandenen UMTS-Infrastruktur der Netzbetreiber voraussetzt. Die Investitionen der Netzbetreiber lohnen sich aber, da eine HSDPA Datenkarte deutlich höhere Übertragungsraten erreicht wie Standard-UMTS.

HSDPA-Geschwindigkeit konkurriert DSL

Derzeit überträgt eine HSDPA Datenkarte Daten mit bis zu 3,6 Mbit/s im Downstream, was in etwa der Geschwindigkeit eines gängigen DSL-Anschlusses entspricht. Hinzu kommt, dass die Datenrate im Up- und Downstream sukzessive gesteigert werden soll, so dass Besitzer einer HSDPA Datenkarte direkt vom weiter voranschreitenden Netzausbau der Anbieter profitieren werden.

Durch die hohen Kosten für den Ausbau von UMTS auf HSDPA unterstützen mit T-Mobile, Vodafone und o2 derzeit nur drei der insgesamt vier UMTS-Netzbetreiber in Deutschland den mobilen Datenturbo HSDPA. Der Münchner Mobilfunker o2 setzt seit Anfang Dezember 2006auf HSDPA: in zunächst sechs deutschen Großstädten wurde bislang HSDPA aufgebaut.

E-Plus möchte den Anschluss an die Konkurrenz nicht verpassen und hat für 2008 umfassende Erweiterungen für das eigene UMTS-Netz angekündigt.

HSDPA Datenkarte - Modelle

T-Mobile bietet mit zwei verschiedenen HSDPA Datenkarten und den Web'n'walk Tarifoptionen die derzeit schnellste Version des mobilen Internet an. Als einziger Anbieter flächendeckend im gesamten UMTS-Netz. T-Mobile Kunden freuen sich zudem über das sehr gut ausgebaute UMTS-Netz und zusätzliche Features wie beispielsweise deutschlandweiten T-Mobile-HotSpot-Zugang.

Als zweiter Provider mit eigenem HSDPA-Netz hat sich Vodafone einen sehr guten Ruf auf dem Gebiet des mobilen Internetzugangs erarbeitet. Von einer großen Auswahl verschiedener UMTS-Kartentypen unterstützen bereits die meisten die HighSpeed-Übertragung per HSDPA. Diese HSDPA Datenkarten sind, kombiniert mit den Volumen- oder Zeittarifen von Vodafone für Geschäftskunden eine echte Alternative zum Angebot von T-Mobile.

Beide Anbieter haben jeweils (mindestens) eine HSDPA Datenkarte im Programm, die über den ExpressCard Erweiterungsschacht moderner Notebooks angeschlossen wird.

Als dritter Netzbetreiber hat sich seit Ende 2006 auch o2 als Anbieter von HSDPA Datenkarten eingereiht. Allerdings wird HSDPA hier zunächst nur in ausgesuchten Ballungsräumen den Kunden zugänglich gemacht.

Der Mobilfunkanbieter E-Plus hat zwar mittlerweile auch eine HSDPA-Karte aber hat das eigene UMTS Netz noch nicht mit HSDPA erweitert. Ein entsprechender Netzausbau soll im Laufe des Jahres 2008 erfolgen.