14.05.2008

Österreich testet neuen Datenturbo ihspa

I-HSPA hat mit 10,1 Mbit/s einen Praxistest grandios bestanden. Nokia Siemens Networks und das österreichische Unternehmen Mobilkom Austria haben demonstriert, dass auch im 3G-Bereich, also auf der Basis derzeitiger UMTS-Netze, absolute Turbo-Übertragungen möglich sind.

Bei I-HSPA (Internet High Speed Packet Access) handelt es sich um eine Weiterentwicklung von HSPA. I-HSPA (Anm. der Red.: oft auch als I-HSDPA oder HSPA Evolution bezeichnet, vgl. HSDPA) könnte im Rahmen breitbandiger Mobilfunkstandards einen Zwischenschritt auf dem Weg von UMTS zu LTE darstellen.

Was ist I-HSPA?

Im Gegensatz zu bisherigen Übertragungsstandards entspricht bei I-HSPA die verwendete Architektur schon weitgehend jener von LTE (Long Term Evolution). LTE soll irgendwann in naher Zukunft als global verfügbare Mobilfunktechnik der dritten Generation (3G) etabliert werden. Vor 2010 ist mit der kommerziellen Einführung von LTE, die Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 173 Mbit/s ermöglichen soll, nicht zu rechnen.

I-HSPA kann durch ein simples Upgrade in bestehende Mobilfunknetze der dritten Generation eingeführt werden. Zusätzlich zu der höheren Bandbreite, den schnelleren Übertragungsmöglichkeiten, werden auch die Latenzzeiten weiter verkürzt. Was die Architektur anbelangt ähnelt I-HSPA schon dem Modell von LTE beziehungsweise der „System Architecture Evolution“, bei dem die Ausnutzung des Frequenzbandes und die Latenzzeiten nochmals optimiert werden.

I-HSPA soll in Österreich für schnelle Downloads sorgen

Die schnelle Übertragungstechnologie I-HSPA ist nicht nur im Rahmen eines Feldtests präsentiert worden, sondern soll A1-Kunden in naher Zukunft zur Verfügung stehen. Damit beweist Österreich ein ums andere Mal, dass es im Hinblick auf den Einsatz neuer Technologien oft schneller am Markt ist als Deutschland.

Boris Nemsic, CEO Mobilkom Austria und CEO Telekom Austria Group spricht im Rahmen der Einführung von I-HSPA von Vorteilen auf Seiten der Nutzer und des Netzbetreibers: „Diese neuen Technologien werden für die Anwender noch höhere Übertragungsraten bieten, mit denen sie breitbandigere multimediale Dienste bei weiter verkürzten Latenzzeiten nutzen können. Für uns als Netzbetreiber bieten sie mit einer deutlich flacheren Architektur die Möglichkeit, den weiteren Ausbau unseres Netzes bei vergleichsweise geringeren Investments voranzutreiben.“

Autor: MN