15.07.2008

Femtozellen: Erste Tests mit UMTS-Funkzellen

Femtozellen sind private UMTS-Funkzellen, die das öffentliche Mobilfunknetz beispielsweise in der eigenen Wohnung erweitern können.

Die Minifunkzellen ermöglichen eine unterbrechungsfreie Übergabe von Verbindungen zwischen dem Mobilfunknetz und dem privaten UMTS-Netz. Wie T-Mobile nun bekannt gegeben hat, sind erste Tests mit Femtozellen im Rheinland positiv verlaufen.

Damit ist die Telekom-Mobilfunktochter das erste Unternehmen in Deutschland, das den Einsatz der privaten UMTS-Stationen unter Praxisbedingungen testet. „Femtocells sind ein weiterer, möglicher Innovationsschritt, um unseren Kunden überall und jederzeit das beste Mobilfunkerlebnis zu bieten“, erklärte der Geschäftsführer des Bereiches Technik bei T-Mobile Deutschland, Günther Ottendorfer.

Femtozellen: Unkomplizierte Einrichtung über Plug & Play

Mit der Einführung der Femtozellen will T-Mobile zum einen die Qualität der UMTS-Sprachverbindungen optimieren, zum anderen soll laut Ottendorfer die Nutzbarkeit von schnellen Datenverbindungen per HSDPA und HSUPA verbessert werden. Ziel sei es, den Kunden drahtlose Breitbanddienste möglichst unkompliziert zur Verfügung zu stellen. Sowohl die Einrichtung als auch die Bedienung der privaten UMTS-Basisstationen sollte keine technische Herausforderung für die Nutzer sein, betonte der T-Mobile-Manager. So habe man bei T-Mobile eine Plug & Play-Unterstützung ins Auge gefasst, die das Gerät einfach mit dem vorhandenen Breitbandanschluss verbindet.

Im März hatte der T-Mobile Venture Fund die Investition einer unbekannten Summe in den britischen Femtozellen-Spezialisten Ubiquisys bestätigt. „Femtozellen verbinden zum ersten Mal nahtlos Mobiltelefone, Heimnetzwerke und breitbandiges Internet“, freute sich der Geschäftsführer von Ubiquisys, Chis Gilbert. „Femtozellen sind essentiell für die Zukunft der mobilen Welt“, meinte auch Axel Kolb, Fund Manager bei T-Mobile. „Sie lösen das Reichweitenproblem, indem sie die Kosten sowohl für die Netzbetreiber als auch für die Endkunden senken“, fügte Kolb hinzu. Eine breite Markteinführung der Minifunkzellen durch Mobilfunkprovider wie T-Mobile oder Vodafone wird zum Jahresende erwartet.

Autor: FN