12.12.2008

HSDPA in Österreich mit bis zu 28,8 Mbit/s

Österreichische Nutzer sollen ab Januar 2009 mit Datenraten von bis zu 28,8 Megabit pro Sekunde mobil surfen können. Das gab der Mobilfunk-Netzbetreiber mobilkom austria AG letzte Woche in Wien bekannt. Das breitbandige A1-Netz werde ab sofort mit HSPA Plus aufgerüstet.

Im Januar wird der Testbetrieb in Wien anlaufen, dabei werden Endgeräte von Huawei Technologies und die Netzwerktechnologie von Ericsson zum Einsatz kommen. Keine Angaben machte mobilkom indes zum Preis der Huawei-Modems oder zu möglichen Mobilfunk-Verträgen.

Mobilkom austria rüstet A1-Netz in großen Städten auf

Wie der Mobilfunk-Anbieter weiter mitteilte, sollen zum zweiten Quartal 2009 weitere Standorte in Österreich mit der Erweiterung von HSPA ausgestattet werden. Welche Städte neben Wien mit HSPA+ versorgt werden, verriet mobilkom noch nicht. Parallel zur Aufrüstung mit dem Datenturbo will der österreichische Marktführer unter den Netzbetreibern auch die UMTS-Abdeckung im Land weiter ausbauen. Dabei sei anvisiert, bis Ende 2009 etwa 90 Prozent der österreichischen Bevölkerung mit dem 3G-Netz inklusive HSDPA und HSUPA zu versorgen, heißt es bei der mobilkom austria AG. HSPA+ werde laut Netzbetreiber hingegen nur in Ballungsräumen wie Wien implementiert.

Der Mobilfunk-Standard HSPA+ oder HSPA Evolution stellt eine Weiterentwicklung bei den mobilen Breitband-Diensten dar. Die verbesserte Technik soll Downloads mit bis zu 28,8 Megabit pro Sekunde ermöglichen. Bislang sind über HSPA Datenraten von bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde realistisch, mittels Software-Updates unter Umständen auch 14,4 Megabit pro Sekunde. Die Verbesserung der Performance wird bei HSPA+ durch die so genannte MIMO-Technik (Multiple Input Multiple Output) mit mehreren Antennen und ein komplexeres Modulationsverfahren (64-QAM HSDPA) erreicht. Für die Mobilfunk-Netzbetreiber stellt sich allerdings die Frage, ob es sich lohnt in eine HSPA-Erweiterung zu investieren oder ob sie gleich auf die nächste Generation LTE (Long Term Evolution) setzen sollen.

In Deutschland maximal 7,2 Mbit/s bei T-Mobile und Vodafone

Die Netzbetreiber in Deutschland bieten aktuell HSDPA mit bis zu 3,6 Megabit pro Sekunde an. Bei T-Mobile und Vodafone gibt es an einzelnen Standorten auch eine Performance von 7,2 Megabit pro Sekunde. Das e-plus-Netz unterstützt derzeit nur die herkömmliche UMTS-Geschwindigkeit von maximal 384 Kilobit pro Sekunde.

Vodafone möchte nach eigenen Angaben die HSDPA-Performance in bestimmten Bereichen seines UMTS-Netzes auf 14,4 Megabit pro Sekunde erweitern. Bei T-Mobile und o2 gibt es noch keine Pläne für die Einführung von HSPA+. Die Telekom-Mobilfunktochter denkt stattdessen eher an die Implementierung des UMTS-Nachfolgers LTE, sobald dieser neue Standard marktauglich ist.

Autor: FN