29.12.2008

HSPA-Notebooks: Integrierter Schutz vor Diebstahl

Die Zahl der HSPA-fähigen Notebooks steigt und damit auch das Diebstahl-Risiko für solche Geräte. Zusätzlich wächst die Gefahr, dass Gauner mit einem gestohlenen UMTS-Laptop auf sensible Daten zugreifen. Die beiden IT-Unternehmen Intel und Ericsson wollen nun gemeinsam einen Diebstahlschutz für HSPA-Notebooks auf den Markt bringen.

Intel hat bereits die Anti-Diebstahlfunktion "Anti-Theft PC Protection" entwickelt, die auf der Prozessor-Plattform im Laptop gespeichert ist. Wird das Programm aktiviert, kann es den Rechner komplett sperren. In Kooperation mit Ericsson soll nun ein netzbasierter Service installiert werden, über den eine SMS-Benachrichtigung an das Breitband-Modul im Laptop gesendet werden kann.

Breitband-Modul kontaktiert das Anti-Diebstahl-Programm

Das HSPA-Modul leitet die Nachricht an die Anti-Diebstahlfunktion im Rechner weiter – so kann das Notebook gesperrt oder entsperrt werden. Laut Entwickler ist diese Form der Informationsübermittlung "hochsicher". Auch könne die Anwendung nach Bedarf unterschiedlich konfiguriert werden, heißt es bei Intel und Ericsson weiter: Denkbar sei etwa eine Sperrung nach mehreren gescheiterten Login-Versuchen oder über eine Zeitschaltuhr. Sollte beispielsweise die Verbindung zum zentralen Server nicht im festgelegten Zeitplan erfolgen, werde das Gerät gesperrt. Auch durch das Blockieren des Boot-Prozessors könne eine Sperrung des Laptops ausgelöst werden.

Die Diebstahlschutz-Lösung lässt sich auch in Kombination mit Sicherheitsanwendungen von Drittanbietern verwenden, betonen die IT-Konzerne. Darüber hinaus könne die GPS-Technologie zum Einsatz kommen, welche in Ericssons HSPA-Modulen verbaut ist. Dabei werden die Positionsdaten vom Notebook an einen zentralen Server gefunkt. Der Nutzer kann zuvor einen Bewegungsradius festlegen, verlässt das Gerät dann diesen Bereich, wird ein Diebstahl gemeldet. Wie Ericsson und Intel mitteilten, soll die neue Anti-Diebstahl-Lösung ab der zweiten Hälfte des Jahres 2009 in kommerziellen Sicherheitsprodukten verfügbar sein.

Autor: FN