10.03.2009

Netzausbau mit HSPA

In der Anfangszeit des UMTS-Zeitalters gestaltete sich die Suche nach einem Anbieter für mobiles Internet etwas schwierig. Die Angebote für mobiles Surfen konnte man noch bis in die Jahre 2006 und 2007 an einer Hand abzählen. Erst seit 2008 als nicht nur die eigentlichen Mobilfunk-Provider, sondern auch die Reseller und Prepaid-Discounter eigenständige Datentarife und UMTS Flatrates auflegten kam Schwung in das Segment für mobiles Breitband-Internet.

Die alte Binsenwahrheit "Konkurrenz belebt das Geschäft" hat sich im Zusammenhang mit dem mobile Internet bewahrheitet. Die Preise für mobile Tarife sind in den letzten zwei Jahren stetig gesunken, die Verbraucher können seit Anfang 2009 tatsächlich aus einer breiten Fülle an Datentarif-Angeboten auswählen. Wurde die erste Vodafone-Datenkarte bei der UMTS-Einführung für – sage und schreibe -1000 Euro (ohne Vertrag) verkauft, so bekommt man in der heutigen Zeit moderne Datenkarten für unter 100 Euro. Und auch moderne UMTS Sticks und UMTS Router werden heute zu günstigen Konditionen offeriert.

Netze der Mobilfunker wurden konsequent ausgebaut

Als Vodafone als erster deutscher Netzbetreiber im Jahr 2004 schnelles mobiles Internet auf der Basis von UMTS startete versprach man den Kunden ein neues Surf-Gefühl mit Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 384 Kilobit pro Sekunde. Bis dahin kannte man lediglich GPRS-Datenübertragungen. Das Downloaden von Internetseiten von unterwegs war mühsam – die Übertragungsraten erreichten maximal 50 Kilobit pro Sekunde.

In den zurückliegenden Jahren wurden die UMTS Netze konsequent ausgebaut und mit der Turbo-Speed-Technologie HSPA aufgerüstet. In der heutigen Zeit können bei einigen Netzbetreibern Internetseiten dank HSDPA mit einer Downloadgeschwindigkeit von bis zu 7,2 Mbit/s geöffnet werden. Der Datenversand auf HSUPA-Basis kann durchaus mit dem Festnetz mithalten und geht mit 1,45 Mbit/s vonstatten. Und auch die Roadmap für die nächsten HSPA-Ausbaustufen steht schon fest: 14,4 Mbit/s im Downlaod wollen Vodafone und T-Mobile 2010 anbieten. o2 legt die Messlatte sogar noch ein Stück höher und will in München mobiles Internet mit 28,8 Mbit/s ausprobieren. Und auch E-Plus hat sich entschlossen die Kunden in Zukunft nicht nur auf UMTS-Basis surfen zu lassen, sondern den Datenturbo HSPA+ an stark frequentierten Orten anzubieten.

Autor: MN