26.06.2009

e-plus: Software-Problem legt Netz lahm

Am Donnerstag, den 25. Juni kam es im e-plus-Netz zu einer bundesweiten Störung. Handy-Besitzer, die das Mobilfunknetz von e-plus nutzen konnten in vielen Gebieten weder telefonieren noch eingehende Anrufe annehmen. Offenbar waren von dem Ausfall aber nicht alle Handys betroffen, sondern nur bestimmte Modelle.

Wie die Redaktion der Internet-Plattform onlinekosten.de unter Berufung auf Leserangaben berichtet, waren der Großraum Köln sowie die Städte Hamburg und München von der Netzstörung betroffen. Nutzer, die versuchten, e-plus-Kunden per Handy anzurufen hörten lediglich das Besetzt-Signal.

Ausfall bei Telefonie und SMS

Inzwischen erklärte der Mobilfunkbetreiber, dass Software-Probleme die Ursache für den bundesweiten Netzausfall gewesen seien. Ein zentraler Vermittlungsrechner sei ausgefallen, in Folge waren viele e-plus-Kunden etwa anderthalb Stunden lang nicht erreichbar. Bislang sei unklar, wie viele Nutzer von der Störung betroffen waren. Der Ausfall sei nicht auf eine Region begrenzt gewesen, heißt es bei e-plus weiter. Vielmehr habe er diejenigen Kunden betroffen, die von dem defekten Rechner aus bedient werden. Diese Handy-Nutzer konnten von 13:30 bis 15:00 Uhr weder Anrufe noch SMS empfangen, angeblich aber selbst telefonieren. Das Magazin Focus will von einem e-plus-Sprecher erfahren haben, dass von den gut 18 Millionen Mobilfunkkunden praktisch jeder zweite betroffen gewesen war.

Nach Aussage des e-plus-Pressesprechers Klaus Schulze-Löwenberg war mobiles Internet bei E-Plus, also der komplette Datenverkehr von dem Störfall nicht in Mitleidenschaft gezogen worden. Dem wiederspricht die Redaktion des Online-Portals teltarif.de: Tests des Redaktionsteams am Donnerstag hätten gezeigt, dass keine Einwahl möglich war – trotz angezeigten Empfangs. Ärgerlich für die e-plus-Kunden war zudem, dass die Hotline des Anbieters gestern auch über das Festnetz nicht mehr zu erreichen war. Schulze-Löwenberg erklärte, die Hotline sei überlastet gewesen. Derzeit werde mit Hochruck daran gearbeitet, die genaue Fehlerursache zu analysieren, heißt es bei e-plus weiter.

Autor: FN