21.09.2009

Deutschland hat bei Breitband-Internet-Anschlüssen die Nase vorn

Im Rahmen der vor kurzem in Paris zu Ende gegangenen Tagung des „Broadband World Forum“ wurde bekannt, dass Deutschland bei Breitband-Internet-Anschlüssen zwar europaweit die Nase vorn habe, aber in Sachen Glasfaser anderen Nationen hinterherhinke.

Konkret belegt Deutschland, was die Breitband-Internet-Anschlüsse anbelangt, den ersten Platz in Europa. Die Bundesrepublik hat es mittlerweile auf stattliche 24 Millionen Breitband-Internet-Anschlüsse gebracht. Blickt man auf die weltweite Entwicklung, so hat China sowohl beim Wachstum als auch bei den absoluten Anschlüssen von Breitband-Internet die Nase vorn. Auf den Plätzen zwei und drei folgen den Chinesen die Amerikaner und die Japaner.

Breitband-Internet: Wenig Glasfaser in Deutschland

Was den Ausbau mit Glasfaser-Leitungen betrifft, läuft Deutschland nicht nur international sondern auch europaweit die Konkurrenz davon: So verfügen beispielsweise in Schweden und Norwegen mehr als zehn Prozent der Haushalte über einen Breitband-Internet-Anschluss, der auf einer Glasfaser-Kabel-Verbindung basiert (Fiber to the home – FTTH).

Das Engagement im Glasfaser-Bereich ist in Deutschland sogar so gering, dass man in diesem Segment im aktuellen Top-Ten-Ranking gar nicht auftaucht. Das FTTH Council Europe, das in Belgien ansässig ist, rügte vor kurzem in diesem Zusammenhang die Haltung einzelner europäischer Staaten: Die Bereitschaft westeuropäischer Länder, Glasfaser-Anschlüsse zu subventionieren, sei zu gering.

Autor: FN