13.11.2009

E-Plus legt bei Datendiensten zu

Deutschlands drittgrößter Mobilfunkbetreiber E-Plus, die Tochter des niederländischen IT-Konzerns KTM, konnte im dritten Quartal des laufenden Jahres ihre Umsätze im Servicebereich stabil bei rund 779 Millionen Euro halten.

Beim Gesamtumsatz, in dem die Erlöse aus dem Verkauf von Geräten enthalten sind, gab es dagegen einen Rückgang von 2,5 Prozent auf 819 Millionen Euro. Das EBITDA stieg um 3,3 Prozent auf 347 Millionen Euro. Analysten weisen auf die Discount-Strategie des Unternehmens hin.

In schnellere Datendienste investieren

Im dritten Quartal 2009 erzielte E-Plus 28 Prozent seines Umsatzes mit Datendiensten mithin 5 Prozent mehr als vor einem Jahr und zwei Prozent mehr als im zweiten Quartal 2009. Beim Wachstum setzt das Unternehmen folglich stark auf diesen Sektor: Es will künftig nicht nur in den Netzausbau, sondern auch stark in den Aufbau schnellerer Datennetze investieren.

„Beim Datenausbau sind wir noch nicht auf Wettbewerbsniveau“ räumte E-Plus-Chef Thorsten Dirks ein. Dabei sollen anscheinend vor allen Dingen Ballungszentren fit gemacht werden für mobiles Internet mit Smartphone oder Laptop: „Wo wir besonders viele Kunden haben, lohnt sich die Aufrüstung besonders“ so Dirks.

E-Plus in Deutschland

E-Plus hat derzeit 18,7 Millionen Kunden in Deutschland. Zu den E-Plus-Anbietern im Discountbereich gehören unter anderem Simyo oder Base, dort stiegen im vergangenen Jahr die Zahlen steil an, während sie bei den eigentlichen E-Plus-Kunden rückläufig waren.

Das Unternehmen erregte unlängst Aufsehen, als es drohte, gegen die Rahmenbedingungen für die Versteigerung neuer Mobilfunkfrequenzen zu klagen. Es sieht sich durch diese Bedingungen gegenüber den beiden Branchenführern T-Mobile und Vodafone benachteiligt.

Autor: ET