02.12.2009

HSPA+ im Vormarsch

Die Datenübertragungs-Technologie HSPA+ (auch HSPA Evolution genannt) ist auf dem Vormarsch: Weltweit gibt es derzeit 56 HSPA+ Netzwerke, von denen 28 kommerziell betrieben werden, so sagt die Global mobile Suppliers Association (deutsch: Globale Vereinigung der Mobil-Zulieferer kurz: GSMA) in einer Presseerklärung.

Dagegen stünde bei 50 Mobilfunkbetreibern weltweit die schnellere Konkurrenz-Technologie LTE auf der Tagesordnung, entweder in Form von Plänen, Tests oder Installationen. Die ersten LTE Netze sollen nach Ansicht der GSMA 2010 in Betrieb gehen.

Nach Darstellung des Verbandes sehen sich viele Mobilfunkbetreiber gezwungen, möglichst rasch eine Technologie für größere Datenvolumen zu finden. Ob ein Mobilfunkanbieter sich für den direkten Weg von HSPA zu LTE entscheide oder erst auf IHSPA umsteige, hänge von einer Reihe von Faktoren ab wie Alter der bereits bestehenden Technologie, Flexibilität der vorhandenen Infrastruktur, verfügbare Funkfrequenzen aber auch wirtschaftlichen Erwägungen wie Tarifstruktur oder Gewinnerwartungen.

Vorgänger-Technologie HSPA wächst weltweit

Es gibt einige Schlüsselfragen die beantwortet müssen, wenn man den Übergang etwa zu HSPA+ und/oder zum LTE Standard bewerkstelligen will. Von der Antwort auf diese Fragen hängt ab, ob man zuerst zu HSPA+ wechselt oder direkt zu LTE übergeht,“ meint Dan Warren, Leiter der Technologieabteilung bei der GMSA.

Die Vorgänger-Technik von HSPA+ und LTE, nämlich HSPA, ist mittlerweile weltweit weiter auf dem Vormarsch, so die GMSA. Die Zahl der HSPA-fähigen Anschlüsse wuchs im letzten Jahr um beinahe zwei Drittel, mittlerweile kämen jeden Monat 9 Millionen weltweit dazu. Während bislang Europa und Asien für das HSPA-Wachstum sorgten, werde es künftig von verstärkter Nachfrage in Afrika, Osteuropa sowie Nord- und Südamerika vorangetrieben. Gegenwärtig gebe es 321 HSPA-Netzwerke in 120 Ländern, 285 davon werden kommerziell betrieben und stellen insgesamt 167,5 Millionen Verbindungen bereit. Bei den HSPA-fähigen Endgeräten gibt es rund 1600 Modelle.

Autor: ET