18.12.2009

In Deutschland keine Femtozellen

Die führenden Mobilfunkbetreiber T-Mobile, Vodafone und o2 werden in Deutschland in absehbarer Zeit keine so genannten Femtozellen anbieten. Das berichtet die Webseite teltarif.de. Um einen schnellen mobilen Internetzugang zu sichern, bevorzuge statt dessen zumindest das Unternehmen Vodafone LTE, die schnelle Daten-Übertragungstechnologie für das Netz der vierten Generation (4G).

Femtozellen sehen etwa so aus wie ein WLAN-Router. Sie werden mit einem DSL-Modem gekoppelt und dann über die normale Kabel-Telefonleitung mit dem Netzwerk des Mobilfunkbetreibers verbunden. Femtozellen sorgen so in geschlossenen Gebäuden, in denen es Funklöcher gibt oder in Bereichen mit einem schwachen Signal für eine lückenlose Abdeckung des jeweiligen Mobilfunknetzes; sie können mehrere Nutzer gleichzeitig versorgen.

Anbieter beobachten den Markt – und tun nichts

„Wir beobachten den Markt weiterhin mit großem Interesse“, erklärte T-Mobile-Sprecher Dirk Wende gegenüber teltarif.de. Aktuell gebe es aber wegen zu geringer Nachfrage kein kommerzielles Angebot für Deutschland. Ähnlich äußerte sich sein o2-Kollege Albert Fetsch: „Innerhalb der Unternehmensgruppe beschäftigen wir uns schon länger mit dem Thema“. Weil der Femto-Markt noch in der Entstehung sei, gebe es von o2 derzeit keine Angebote.

Vodafone bietet Femtozellen immerhin schon seit einigen Monaten in Großbritannien und Spanien an. Nicht so in Deutschland - hier gibt es keine Pläne in Sachen Femto Zellen, so erklärte Vodafone-Sprecher Dirk Ellenbeck. Das Unternehmen konzentriere sich derzeit auf die Entwicklung der neuen und schnelleren mobilen Datenübertragungstechnologie LTE.

Diese ermöglicht – so der derzeitige Stand - Geschwindigkeiten von 100 Megabit und mehr bei der Datenübertragung per Funk und soll bessere und gegen Störungen weniger anfällige Mobilfunknetze garantieren.

Autor: ET