12.01.2010

HSPA-Geschwindigkeit erreicht 42 Mbit/s

Eine HSPA-Verbindung, die mit bis zu 42,2 Megabit pro Sekunde Daten per Funk überträgt, hat der schwedische Mobilfunk-Zulieferer Ericsson in Stockholm präsentiert. Nach Angaben des Unternehmens wurde dabei die bereits am Markt vorhandene Technik genutzt.

IT-Experten weisen darauf hin, dass Verbraucher für die Nutzung der von Ericsson demonstrierten neuen Technologie neue HSDPA-Sticks oder neue Handys bräuchten. Bisher sind in den UMTS-Funknetzen der dritten Generation mit der Technologie HSPA+ Höchstgeschwindigkeiten von bis 28 Megabit pro Sekunde möglich.

Wie Ericsson weiter erklärte, bietet die neue Technologie dem Nutzer außer der hohen Übertragungsgeschwindigkeit noch einen weiteren Vorteil: Auch Kunden, die sich im Randbereich einer Funkzelle aufhalten, könnten das höhere Tempo nutzen. Um auf die neue Technik umzusteigen sei bei Mobilfunkbetreibern nur ein Update der Software notwendig, so erläuterte ein Sprecher von Ericsson. Die Endgeräte, welche die Verbraucher benötigen, seien allerdings erst im ersten Halbjahr 2010 zu haben.

Der Trend: Bestehende Netze schneller machen

Die neueste Ericsson-Entwicklung kennzeichnet einen Trend, der sich derzeit in der Mobilfunkbranche abzeichnet: Vor der Einführung der neuen Datenübertragungs-Technologie LTE (Long Term Evolution) und dem Aufbau neuer LTE Netze werden erst einmal die bestehenden UMTS Netze aufgerüstet.

In Deutschland bietet der Mobilfunkbetreiber o2 seit November 2009 in einzelnen Stadtteilen von München HSPA+ mit bis zu 28 Megabit pro Sekunde beim Herunterladen und bis zu 5,76 Megabit pro Sekunde beim Senden von Daten an. An dem großen Feldversuch, an dem o2-Kunden in den betreffenden Stadtteilen teilnehmen, arbeitet der chinesische Mobilfunkausrüster Huawei mit. Huawei will die dort zugrunde liegende Technologie weiter verbessern und noch höhere Geschwindigkeiten mit HSPA+ erreichen.

Autor: ET