12.06.2013

Mobiles Breitband steigt

Ein Anstieg des mobilen Datenverkehrs um das Zwölffache bis Ende 2018. So lautet zumindest die wichtigste Prognose des Mobility-Reports von Ericsson im Juni 2013. Als Ursache für den immensen Anstieg werden die Zunahme von Inhalten und steigende Übertragungsraten genannt. Insbesondere die mobile Videonutzung trägt zu dem großen Datenaufkommen bei.

„Im Jahr 2018 werden rund 60 Prozent der Weltbevölkerung über LTE-Netze versorgt sein. Wir erwarten, dass es bereits im Jahr 2017 über eine Milliarde LTE-Teilnehmer auf der Erde geben wird.“, so Douglas Gilstrap, Senior Vice President und Strategie-Chef bei Ericsson. Getrieben werde diese Entwicklung durch die Verfügbarkeit immer leistungsfähigerer Endgeräte und durch das zunehmende Interesse an datenintensiven Diensten.

Video-Dienste als Triebfeder der Daten-Zunahme

Schon jetzt wird der größte Teil des Datenverkehrs durch solche datenintensive Dienste verursacht, allen voran Videodienste. Der Mobilty-Report prognostiziert eine Zunahme der mobilen Nutzung derartiger Angebote um rund 60 Prozent bis Ende 2018.

Zu dieser Entwicklung trägt der rasant steigende Verkauf mobiler internetfähiger Endgeräte bei. Rund die Hälfte aller verkauften Mobiltelefone waren im ersten Quartal 2013 Smartphones. Im Vorjahresquartal betrug der Anteil noch 40 Prozent. Ebenfalls im Wachstum begriffen ist die steigende Gesamtzahl von Mobilfunkteilnehmern. Um acht Prozent stieg die Zahl der Nutzer von Mobilfunk, rund 20 Millionen der Neukunden nutzen sogar LTE.

Netzleistung als wichtigster Faktor der Kundenzufriedenheit

Für Netzbetreiber stellt jedoch nicht nur das steigende Interesse an schnellen Übertragungsgeschwindigkeiten im mobilen Datennetz ein wichtiges Ergebnis dar. Der aktuelle Mobility-Report zeigt nämlich ebenfalls die Relevanz der Netzleistung auf. Diese stellt den Ergebnissen zufolge für Kunden den Hauptgrund dar, ihren Netzanbieter nicht zu wechseln. Nutzern ist es also noch wichtiger als Kosten-Nutzen-Überlegungen, eine solide Netzleistung geboten zu bekommen.

Autor: LS