23.01.2014

Mobiles Internet in Afrika - Dank Googles Hilfe

Der Konzern Google will Schwellenländer wie Afrika und Südostasien mit mobilem Internet versorgen. Für die Umsetzung dieser Pläne plant Google eine Kooperation mit lokalen Telekommunikationsunternehmen und Ausrüstern. Das berichtet das „Wall Street Journal“ und beruft sich dabei auf informierte Personenkreise. Erste Gespräche mit den zuständigen Regulierungsbehörden soll der Internet-Riese bereits geführt haben.

Derzeit sind noch rund zwei Drittel der Weltbevölkerung ohne Internet. Google will nun eine weitere Milliarde Menschen außerhalb von Ballungsräumen an das World Wide Web anbinden. Um dieses Ziel realisieren zu können, sollen derzeit ungenutzte TV-Frequenzen für das mobile Internet freigegeben werden. Entsprechende Anträge hat Google bereits an die Regulierungsbehörden in Südafrika und Kenia gestellt. Laut dem Wall Street Journal befinde an sich derzeit aber noch in Verhandlungen.

Ballons als Höhenplattform

Andernorts wird auch über den Einsatz von Ballons und Pralluftschiffen, sogenannte Blimps, nachgedacht. Diese sollen als Höhenplattform dienen und das Funksignal möglichst großflächig verteilen. Ebenfalls Teil der Pläne sind Ecosysteme als Endgeräte, die aus neuen Prozessoren und kostengünstigen Smartphones bestehen. Darüber soll der Zugang zum mobilen Netz sichergestellt werden.

Erste Erfahrungen mit solchen Projekten machte Google bereits Anfang dieses Jahres. Der Konzern versorgt seitdem zehn südafrikanische Schulen im Großraum Cape Town mit Internet und nutz dazu freie TV-Frequenzen. So können auch abgelegene Gebiete mit Breitbandinternet versorgt werden, ohne dass dafür neue Kabel-Netze verlegt werden müssen.

Autor: BOE