04.06.2014

Mit HSPA Geschwindigkeit surfen: Was heißt das genau?

HSPA (High Speed Packet Access) dient zur Beschleunigung des Mobilfunkstandards UMTS. HSPA besteht aus den zwei Datenübertragungsmöglichkeiten HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) für die Beschleunigung von Downloads und HSUPA (High Speed Uplink Packet Access) für die Beschleunigung des Uplinks.

Die HSPA Geschwindigkeit beträgt im Downlink bis zu 7,2 MBit/s und im Uplink bis zu 1,45 MBit/s. Das entspricht etwa der Geschwindigkeit eines herkömmlichen DSL-Anschlusses. Mittlerweile gibt es jedoch eine Weiterentwicklung des gewöhnlichen HSPA, das sogenannte HSPA Plus. Mit HSPA Plus können noch höhere Geschwindigkeiten bei der Datenübertragung erreicht werden, die sogar die Geschwindigkeit eines DSL-Anschlusses bei Weitem übertreffen. Mit HSPA Plus können im Downlink Datenraten von 28 MBit/s bis zu 84 MBit/s erreicht werden. Die HSPA Geschwindigkeit ist in der Praxis jedoch meistens geringer, was durch unterschiedliche Faktoren bestimmt wird.

Maximale HSPA Geschwindigkeit von vielen Faktoren abhängig

Für die maximale HSPA Geschwindigkeit, die erreicht werden kann, ist unter anderem die Netzabdeckung und die Netzqualität entscheidend. Ein weiterer Faktor, der Bezug auf die Geschwindigkeit von HSPA nimmt, ist das verwendete Endgerät, sowie die sogenannte Kategorie des Empfängers. Als Faustregel gilt, je höher die Kategorie des Empfängers ist, desto höher ist auch die Geschwindigkeit bei der Datenübertragung. In der Kategorie 6 kann eine maximale Geschwindigkeit von 3,6 MBit/s erreicht werden. Die Kategorie 8 erlaubt mit 7,2 MBit/s die doppelte Datenrate. Die Kategorie 14 ermöglicht eine Datenübertragungsrate von bis zu 13,98 MBit/s. Häufig werden die angegebenen Geschwindigkeiten jedoch nicht erreicht, was unter anderem am Zusammenspiel des Endgeräts und der Netzabdeckung liegt. Zudem teilen sich immer mehrere Teilnehmer eine Funkzelle. Das bedeutet, wenn mehrere Teilnehmer zur gleichen Zeit eine Internetverbindung per HSPA aufbauen, werden die zur Verfügung stehenden Ressourcen der Funkzelle, schneller erschöpft. Das hat zur Folge, dass dadurch die Datenübertragungsgeschwindigkeit verringert wird.

Warum verwendet man HSPA?

Durch HSPA wird das UMTS-Netz jedoch viel besser ausgelastet, was in der Regel für eine hohe Verfügbarkeit von HSPA und für gute Durchschnittsgeschwindigkeiten bei der Datenübertragung sorgt. Mit neuen und besseren Angeboten für HSPA steigt selbstverständlich auch die Nachfrage der Kunden. Dadurch sind die Mobilfunkunternehmen stets dazu gezwungen, das UMTS-Netz weiter auf HSPA aufzurüsten, um der Kundennachfrage gerecht zu werden und eine schnelle HSPA Geschwindigkeit bieten zu können.

Autor: Boe