27.06.2014

Ericsson Mobility Report 2014: Datenverbrauch wächst immens

Der Technologiekonzern Ericsson hat seine jährliche Studie zum Breitbandmarkt vorgestellt. Der Mobility Report 2014 bestätigt den Trend zum dominanten Smartphone: Laut Studie hat der von Smartphones weltweit verursachte Datenverkehr inzwischen schon den Datentraffic von PCs, Tablets und mobilen Routern überschritten.

Quelle: Ericsson mobility report

Mobiler Datenverkehr wächst rasant

Allein im ersten Quartal 2014 hat der mobile Datenverkehr insgesamt die Menge des gesamten mobilen Datenvolumens des  Jahres 2011 erreicht. Laut Ericsson-Report wird es in den nächsten fünf Jahren so weiter gehen: Bis 2019 wächst der globale mobile Datenverkehr demnach um das Zehnfache auf dann 20 Milliarden Gigabyte (GB) – eine jährliche Steigerung um 45 Prozent. Zum Vergleich: Der gesamte über das Festnetz abgewickelte Datenverkehr wird dann 140 Milliarden GB betragen. Jeder Smartphone-Nutzer wird dann im Monat voraussichtlich 2500 Megabyte (MB) an Daten über sein Handy empfangen oder senden, heute sind es 650 MB.

Videos und Social Networking verbrauchen den meisten Traffic

40 Prozent des weltweiten mobilen Datentraffics wurde 2013 durch Videos verursacht. Social Networking, also das Ansteuern von Netzwerken wie Facebook war verantwortlich für zehn Prozent des globalen mobilen Datenverkehrs. Diese beiden Nutzungssegmente machen die größten Teile des Kuchens aus. Für das Jahr 2019 erwarten die Marktanalysten eine ähnliche Mengenverteilung.

4G: Weltweit keine einheitliche Entwicklung

Ein weiteres Ergebnis des Mobility Reports ist, dass sich das mobile Internet innerhalb der nächsten fünf Jahre weltweit unterschiedlich entwickeln kann. Insbesondere die Geschwindigkeit der Datenübertragung spielt hier eine Rolle: der 4G-Funkstandard Long Term Evolution (LTE) bietet wesentlich schnellere Surfgeschwindigkeiten als der herkömmliche 3G-Standard UMTS. Weltweit sind LTE-Netze im Aufbau, doch nicht jedes Land investiert gleichermaßen in diese 4G-Infrastruktur.

Laut Ericsson-Studie könnte sich die Schere in der LTE-Nutzung auch in Europa bemerkbar machen: theoretisch könnten rund 80 Prozent der europäischen Bevölkerung in fünf Jahren mit LTE mobil surfen, aber nur 30 Prozent werden es dann auch tatsächlich tun, so die Prognose des aktuellen Mobility Reports.

Autor: FN