30.07.2014

Machine-to-Machine und das Internet der Dinge: Unterschiede, Vorteile und Nachteile im Check

Machine-to-Machine-Kommunikation, kurz M2M, ist ein wachsender Technologie-Trend. Dabei handelt es sich um den automatisierten Informationsaustausch zwischen Endgeräten wie Fahrzeugen oder Maschinen untereinander und mit einer Zentrale. Unternehmen können durch M2M-Technologie Kosten einsparen und Arbeitsprozesse verbessern. Ein zweiter Technik-Trend ist das sogenannte Internet der Dinge, kurz IoT (internet of things).

Häufig werden die Begriffe als Synonyme verwendet, was aber nicht ganz korrekt ist. Über die Unterschiede, Gemeinsamkeiten, Vor- und Nacchteile beider Technologie-Begriffe informiert die Website www.m2m-kommunikation.de.

Unterschiede zwischen das Internet der Dinge und M2M

Das Internet der Dinge bezeichnet die Verknüpfung eindeutig identifizierbarer physischer Objekte (things) mit einer virtuellen Repräsentation in einer Internet-ähnlichen Struktur. Die Bezeichnung das Internet der Dinge stammt aus dem Jahr 1999 und geht auf Kevin Ashton zurück, einen der Mitbegründer des globale Forschungsverbund für die Automatische Identifikation und Datenerfassung oder Automatische Identifizierung von Dingen (Auto-ID Labs).

M2M-Lösungen zielen darauf ab, Arbeitsabläufe zu rationalisieren und die Produktivität zu steigern.  So können etwa Verkaufsautomaten selbstständig einem Zentralcomputer mitteilen, dass sie neu zu bestücken sind, und was im Einzelnen fehlt. Regelfahrten des Automatenbetreibers lassen sich so vermeiden. Die kontinuierliche Fernüberwachung der Automaten wirkt zudem längeren Ausfallzeiten entgegen. Dabei kommt zunehmend das Internet unter Nutzung verschiedener Zugangsnetze wie etwa des Mobilfunknetzes zum Einsatz – hier überschneiden sich also das Internet der Dinge und M2M-Kommunikation. Die durch M2M erzielte Rationalisierung der Geschäftsprozesse und die daraus folgenden Kosteneinsparungen bilden für Industrie und Handel ein großes Marktpotenzial.

M2M-Technologie ist älter, Internet of Things ist individueller

Die M2M-Technologie kommt eigentlich aus der Telemetrie, deren Ursprung darin bestand, die Messwerte etwa von Wetterstationen automatisch über Telegrafenleitungen zu versenden. Erst seit etwa 15 Jahren wird die heutige Form von  M2M-Kommunikation praktiziert. Heutzutage erfolgt die Datenübertragung weitgehend über breitbandige Mobilfunkkanäle im 3G- und LTE-Datennetz oder Wireless LAN.

Das IoT hat im Zusammenhang mit der stürmischen Entwicklung der Smartphone-Technik in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Beim IoT  stand immer die Unterstützung des individuellen Menschen im Fokus, die Technologie soll das Leben der Menschen einfacher und komfortabler machen. Das das Internet der Dinge hat die Erfasssung von Daten im Nahbereich zum Inhalt. Dagegen befasst sich M2M meist mit der Übertragung von Daten über längere Distanzen.

Überschneidungen von M2M und Internet of Things

Inzwischen lässt sich eine gewisse Annäherung der beiden Begriffe M2M-Kommunikation und IoT feststellen: Beide Technologien bilden die Basis für ähnliche und sich mittlerweile überlappende Lösungen und Geschäftsmodelle. Die zugrunde liegende Technik, besonders die Kommunikationstechnik, ist jedoch in vielen Fällen noch unterschiedlich. Für den Anwender spielt das allerdings kaum eine Rolle, pragmatisch betrachtet geht es darum, welche Technik sich für die betreffende Anwendung am besten eignet. Hier ist es spannend zu sehen, wie sich die Techniken von IoT und M2M weiterentwickeln und gegenseitig befruchten werden. Bemühungen zur Standardisierung von Techniken und Protokollen bei M2M und Internet of Things sind erkennbar.

Autor: Boe