04.08.2014

Cloud Computing: Anbieter vergleichen aber wie? Tipps für die Anbieter-Suche

Cloud Computing bietet viele Vorteile für Unternehmen. Gerade mittelständische Betriebe profitieren von extern gehosteten Daten und IT-Anwendungen. So können wachsende Anforderungen an Rechenleistung und Zugriffsmöglichkeiten kostengünstig und flexibel geregelt werden. Allerdings stellt sich für viele Unternehmen die Frage, wie man den passenden Cloud-Computing-Anbieter findet.

Das Kompetenzzentrum Trusted Cloud, ein Projekt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, hat einen Leitfaden für Verbraucher herausgegeben. Das Cloud Computing Portal www.astmasters.net hat die wichtigsten Tipps des Leitfadens zusammengefasst.

Cloud Computing: Anbieter-Liste vergleichen aber wie? Datensicherheit ist oberstes Gebot

Der Vertragsleitfaden von Trusted Cloud will Kunden und Anbietern bei der Gestaltung von Verträgen helfen. Das Kompetenzzentrum gibt außerdem Tipps für die Suche nach einem „guten“ Cloud-Anbieter. Zu den wichtigsten rechtlichen Fragen in Bezug auf die Datenspeicherung in der Cloud gehört zweifellos der Datenschutz. In jedem Vertrag zum Cloud Computing sollte es detaillierte Vereinbarungen zu Datensicherheit, Datenschutz und Geheimhaltung geben, rät der Experte für IT-Recht Georg Borges. Deutsche Cloud-Kunden, die personenbezogene Daten in der Cloud verarbeiten lassen, sind sogar verpflichtet, dazu mit dem Anbieter einen schriftlichen Vertrag abzuschließen, erklärt der Professor für IT-Recht an der Universität des Saarlandes.

Cloud Computing Anbieter-Test - das muss man beachten: Konkrete Serviceleistungen aufnehmen

Ebenfalls per Vertrag geregelt werden sollten Themen rund um die Qualität der Dienstleistungen. Wichtig sind unter anderem die Fragen, ob die Mitarbeiter des Cloud-Anbieters rund um die Uhr verfügbar sind, wie viel das kostet und wie schnell ein Problem behoben werden muss. Ausgewogene Leistungsbeschreibungen, sogenannte Service Level Agreements (SLA), sind sehr wichtig, betont Borges. Der IT-Experte empfiehlt, die SLA in einem gesonderten Teil des Cloud- Vertrages zu verabreden.

Cloud Computing Tipps: Urheber- und Nutzungsrechte klären

Ein weiterer wichtiger Punkt sind Urheber- und Nutzungsrechte. In der Regel arbeiten Cloud-Anbieter mit urheberrechtlich geschützter Software, um ihre Leistung erbringen zu können. Häufig setzen sie dabei auch patentrechtlich geschützte Verfahren ein, für die sie sich die notwendigen Nutzungsrechte beschaffen müssen. Wenn solch eine Software oder ein Verfahren auch auf den Rechnern des Kunden eingesetzt werden, ist es wichtig, diese Nutzung vertraglich genau zu regeln. Kunden aus dem Mittelstand sollten sich von allen Ansprüchen Dritter freistellen lassen, rät IT-Jurist Borges.

Cloud Computing: Anbieter-Kosten vergleichen - Checkliste für Unternehmen

Die Checkliste des Kompetenzzentrums Trusted Cloud enthält unter anderem folgende Punkte:

  • Welches Recht gilt: Wo ist der Gerichtsstand?
  • Gibt es eine Planung für den Notfall - beispielsweise wenn der Dienstleister ausfällt?
  • Wie teuer wird es, wenn ich zusätzliche Cloud-Kapazität nachbuchen möchte?
  • Was passiert bei entgangenem Gewinn?

Autor: Boe