12.08.2014

USB-Internet-Web-Stick-Datenflatrates für mobiles Breitband-Internet: So finden Sie leichter den richtigen Anbieter

Wenn Sie sich entschließen, ab sofort auch mobil mit einem Laptop zu surfen, wird Ihnen das Wort Flatrate (auf gut deutsch: Billigtarif) ständig begegnen. Geiz ist geil, keiner will mehr Geld ausgeben als unbedingt nötig und so verkaufen sie alle Billigtarife bzw. USB-Internet-Surfstick-Datenflatrates für mobiles Breitband-Internet.

Wir liefern Ihnen die nötigen Orientierungspunkte, damit Sie in der Flut der USB-Surfstick-Datenflatratessicher zum besten Angebot finden.

Das wichtigste Kriterium bei USB-Web-Stick-Datenflatrates: Die Datenobergrenze

Die Werbung für USB-Internet-Stick-Datenflatrates suggeriert oft unbegrenztes mobiles Websurfen, das ist falsch. Anders als bei den meisten DSL-Flatrates am heimischen PC, wo sie surfen können, bis sie ermattet vom Stuhl sinken und Dateien herunterladen können, bis die Festplatte voll ist, gibt es bei den USB-Internet-Surfstick-Datenflatrates im mobilen Internet immer eine Datenobergrenze. Sie können so schnell surfen wie es das jeweilige Funknetz hergibt (dazu mehr weiter unten) – bis diese Datengrenze erreicht ist. Dann gibt es drei Möglichkeiten: Meistens wird die Geschwindigkeit so deutlich gedrosselt, dass man gerade noch mit sehr, sehr viel Geduld kurze Mails schreiben kann. Oder die Verbindung wird ganz gekappt und nichts geht mehr. Oder der Kunde zahlt für jedes weitere Megabyte surfen einen kräftigen Aufpreis.

Tempo-Drosselung bei USB-Internet-Surf-Stick-Datenflatrates

Bei der Auswahl von USB-Datenstick-Datenflatrates gibt es also zwei Kriterien: Erstens wie hoch ist die Datenobergrenze. Und zweitens was geschieht mit der Verbindung – wird sie ganz gekappt oder wird die Geschwindigkeit heruntergefahren. Die allgemein übliche Formulierung bei der Tempo-Drosselung ist „Heruntersetzen auf GPRS-Niveau“. Was heißt das? Das heißt, dass Ihre Verbindung maximal 64 Kilobit pro Sekunde schnell ist. Maximal wohlgemerkt, oft ist sie noch langsamer.

Und was heißt das Praktisch? In Foren berichten User, dass sie für eine 600-Kilobite große Email schon mal zehn Minuten brauchten. Oder das der Browser Firefox beim Herunterladen von Webseiten dauernd wegen Zeitüberschreitung abbricht. Kurzum: Wenn Sie das Limit überschritten haben, ist mobiles Internet im GPRS-Tempo so gut wie nutzlos.

Wie viele Daten verbrauche mit meiner USB-Internet-Web-Stick-Datenflatrate – Tipps zum Messen und Schätzen

Wer bislang unbegrenzt per Kabel surfte, weiß nicht, wie viele Daten er verbraucht – er muss bei den aktuellen DSL-Tarifen ja auf keine Obergrenze achten. Wenn Sie wissen wollen, wie viele Daten sie am Tag oder im Monat wegsurfen – und für mobile USB-Mobil-Stick und Tablet-Datentarife sollten Sie das etwa abschätzen können – dann laden sie aus dem im Internet eines der kostenlosen Programme herunter, mit denen man ermitteln kann, wie viel man an Datenmenge verbraucht wie beispielsweise bitmeter II oder jcmeter. Wenn Sie ermitteln, welche Datenmenge Sie an einem Tag oder in einem Monat an ihrem PC verbrauchen, können Sie den mobilen Verbrauch daraus ableiten und die beste Tarifgruppe leichter auswählen.

Wenn Sie eine grobe Abschätzung ohne Messung wagen wollen: Die Dateigröße einer Webseite – die sie ja herunterladen - schwankt zwischen 14 Kilobyte (bei einer Suchseite von Google) und 325 Kilobyte (einer Webseite von Financial Times Deutschland). Wer online spielt, muss mit 20 Megabyte pro Stunde rechnen, eine Stunde Radio per Internet kommt auf rund 50 Megabyte, wer online spielt, muss mit 20 Megabyte pro Stunde rechnen, wer einen Spielfilm per Internet anschaut mit einem Gigabyte. Einen MP3-Song herunterladen schlägt etwa mit 3 Megabyte zu Buche. Die Größe der Mail hängt im Wesentlichen von den Dateianhängen ab – schickt man ein druckfähiges Foto mit, können es zwischen ein und drei Megabyte oder mehr sein. Word-Dateien als Anhang bringen es wie dieser mittelgroße Text auf um die 20 Kilobyte.

Unterschiedliche USB-Internet-Surfstick-Datenflatrates: Tages- und Monatsflats, Prepaid und Laufzeitvertrag

Bei den USB-Datenstick-Datenflatrates können Sie außer nach der gebotenen Datenmenge nach den Zeiträumen unterscheiden, für die sie bezahlen, von der Tagesflatrate bis zur Monatsflatrate. Das letzte wichtige Kriterium ist die Art des Vertrages und der Zahlung: Sie zahlen entweder im Vorhinein, das sind die sogenannten Prepaid-UMTS-Datentarife. Mit diesen Tarifen können Sie jederzeit den Anbieter wechseln, es gibt keine Mindest-Vertragslaufzeit. Diese Verträge sind eher für Gelegenheitssurfer gedacht.

Oder Sie binden sich für eine bestimmte Zeit (sechs Monate bis zwei Jahre) an einen Anbieter. Dann spricht man von einem Laufzeitvertrag. Laufzeitverträge sind besser für Menschen, die regelmäßig mobil ins Internet gehen wollen.

Schon jetzt zeichnet sich ab, das es bald eine dritte Tablet-Datentarif-Art geben wird: Preise, die gestaffelt sind nach der zulässigen Höchstmenge an Daten plus der maximalen Höchstgeschwindigkeit beim Surfen: Wer künftig die größten Datenmengen wegsurft und bezahlt, wird auch das höchste Surftempo bekommen.

Autor: Boe