19.01.2015

Sicherheitslücken in deutschen Mobilfunknetzen

Die Sicherheit in deutschen Mobilfunknetzen weist Lücken auf. So ist es für Hacker ein Leichtes, Telefonate im GSM-Netz abzuhören. Die Telekom Deutschland, Vodafone und Telefónica Deutschland wollen nun mit verschiedenen Maßnahmen mehr Sicherheit gewährleisten.

Telekom ist optimistisch

Die deutschen Mobilfunknetze sind nicht hundertprozentig sicher. Insbesondere der Mobilfunk im GSM-Netz gilt wegen veralteter Ver­schlüsselungs­methoden als unsicher. Lediglich im UMTS-Netz wird zwingend der sichere Algorithmus A5/3 genutzt. Ein Grund für die Netzbetreiber, zu handeln.

Die Telekom zeigt sich in einem Gespräch mit teltarif.de zufrieden über die eigenen Maßnahmen. So habe man im Fall der Ende 2014 aufgetretenen SS7-Probleme schnell reagiert und die Sicherheitslücke umgehend geschlossen. „Darüber hinaus arbeiten wir kontinuierlich an weiteren Sicherheitsmaßnahmen, um mögliche Angriffsszenarien zu unterbinden“, erklärt die Sprecherin der Telekom. So soll beispielweise User-Tracking durch häufigere Neuvergabe der TMSI erschwert werden.

Sicherheitsmaßnahmen konsequent weiterentwickeln

Vodafone setzt hingegen auf den Verschlüsselungsstandard A5/3, der verstärkt auch im GSM-Netz eingesetzt werden soll. Das Netz sei dafür bereits vorbereitet und der Umbau der 23.000 Basisstationen schreite schneller voran als geplant. „Vodafone optimiert seine Sicherheitsmaßnahmen laufend“, so ein Vodafone-Sprecher gegenüber teltarif.de. Möglich sei, künftig die TMSI öfter zu wechseln, „um Vodafone-Kunden noch mehr Sicherheit zu bieten“, heißt es in der Stellungnahme von Vodafone.

Auch Telefónica verspricht mehr Sicherheit. „Bei der anstehenden Netzkonsolidierung spielt das Thema Sicherheit eine zentrale Rolle“, sagt eine Telefónica-Sprecherin. Konkrete Details will Telefónica nicht verraten. Die Sicherheitsmaßnahmen sollen aber konsequent weiter entwickelt werden.

Autor: ES