03.03.2015

Mobile Datendienste sorgen für immer mehr Umsatz

Mobile Datendienste bescheren den Mobilfunkern die höchsten Umsätze. In diesem Jahr werden die Daten-Umsätze sogar erstmalig die Umsätze für Sprachdienste übersteigen. So lautet eine Prognose des Branchenverbandes Bitkom.

„Bedeutende Umwälzung auf Mobilfunkmarkt“

Die Mobilfunker erwirtschaften einen Großteil ihres Umsatzes mittlerweile mit mobilen Datendiensten. Die mobile Sprachtelefonie scheint hingegen langsam auszudienen. Laut einer Prognose des Bitkom übersteigt in diesem Jahr erstmalig der Umsatz für Datendienste den Umsatz für mobile Sprachdienste. 

Der Bitkom geht im Bereich der mobilen Datendienste von einem Anstieg von 6,3 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro aus. Der Umsatz mit Handy-Telefonie werde hingegen um 8 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro sinken. "Wir erleben in diesem Jahr eine bedeutende Umwälzung auf dem Mobilfunkmarkt", sagte Bitkom-Präsidiumsmitglied und Vodafone-Deutschland-Chef Jens Schulte-Bockum. "Das mobile Internet ist zur treibenden Marktkraft geworden."

LTE als ein Treiber des Wandels

Ein Grund für das Wachstum im mobilen Datenbereich ist unumstritten der schnelle Datenfunk LTE. Aber auch die mobile Nutzung von Online-Netzwerken und Apps sowie die Digitalisierung der Industrie spielen eine wichtige Rolle.

Zudem werden Mobilfunkgespräche aufgrund der zahlreichen Flatrate-Angebote immer günstiger. Dennoch: Das Umsatzplus im mobilen Datenbereich in Höhe von 600 Millionen Euro kann das Umsatzminus bei der mobilen Sprachtelefonie in Höhe von 900 Millionen Euro noch nicht abfangen.

Anforderungen an Netz-Infrastruktur wächst

Ein Problem bei dieser Umsatzrechnung stellen hingegen sogenannte Bundle- oder Allnet-Flatrates dar. Diese Angebote vereinen Internet und Sprachtelefonie für einen monatlichen Festpreis. Wie also ein Anbieter den Umsatz bei einem Tarif aufteilt, der beispielsweise 500 Megabyte (MB) Daten für mobiles Internet und eine Sprachflatrate in alle Netze für 20 Euro im Monat aufteilt, ist nicht bekannt.

Mit der steigenden Datenmenge wächst aber auch der Anspruch an die Infrastruktur. Laut Zahlen der Bitkom wurden 2014 rund 370 Millionen Gigabyte (GB) über die Mobilfunknetze übertragen. Für 2015 erwartet der Branchenverband 480 Millionen GB übertragene Daten im Mobilfunknetz. Daher ist es wichtig, dass die neuen 700-MHz-Frequenzen so schnell wie möglich freigegeben werden.

Autor: ES