09.03.2015

eSim-Karte von Telekom wird eingeführt

Die Telekom Deutschland plant eine eSim-Karte für vernetzte Geräte auf den Markt zu bringen. Dabei handelt es sich um eine umprogrammierbare Sim-Karte, die unter anderem das Hinzufügen neuer Geräte zu einem Mobilfunk-Vertrag erleichtern soll. Erhältlich sein soll die eSim ab 2016.

Quelle: Telekom

eSim für 2016 geplant

Die Telekom will eine neue Sim-Karte – die sogenannte eSim – etablieren. Dabei handelt es sich um eine umprogrammierbare Sim-Karte für vernetzte Geräte. Der Netzbetreiber glaube, dass der Standard für eine eSIM von 2016 an in den Markt komme und ab 2017 richtig durchstarten werde. Dies ließ der Konzern Ende Februar verlauten.

Mit der eSim will die Telekom das Hinzufügen neuer Geräte zu einem Mobilfunk-Vertrag erleichtern. Dafür soll nur noch der Strichcode auf der Verpackung eines neuen Geräts mit dem Smartphone eingescannt werden.

Fest integrierte Sim-Karte für beliebigen Anbieter-Wechsel

Die normalen Sim-Karten, die in Smartphones und Tablets eingesteckt werden, sind in der Regel fest auf eine Telefonnummer bei einem bestimmten Mobilfunk-Anbieter eingestellt. Bereits seit Jahren tüfteln Unternehmen an in Geräten integrierten Modulen, die sich per Funk von einem Anbieter auf einen anderen umstellen lassen.

Apple nutzt bereits mit der Apple-Sim eine solche Karte im iPad Air 2. Allerdings besteht derzeit eine Zusammenarbeit nur mit Netzbetreibern in den USA und in Großbritannien. Außerdem ist die Apple-Sim noch nicht fest in das iPad Air 2 integriert, sondern kann gegen herkömmliche Sim-Karten ausgetauscht werden.

eSim könnte in Übergangsphase für Probleme sorgen

Die eSim wird bisher unter anderem in vernetzten Autos genutzt, um den Betrieb in verschiedenen Ländern zu erleichtern. Künftig soll die eSim laut Telekom insbesondere bei vernetzten Alltagsgegenständen zum Einsatz kommen. Dabei dürfe es jedoch keinen Wettlauf von Insel-Lösungen geben, betonte Telekom-Vorstandsmitglied Claudia Nemat. "Wir brauchen einen offenen eSim-Standard."

Auch wenn die neue Technik vielversprechend klingt, so könnte sie dennoch Probleme mit sich bringen – etwa, wenn nicht jeder Anbieter das Verfahren von Anfang an unterstützt und man aber beispielsweise während eines Auslandsaufenthalts vorübergehend den Provider am Smartphone, Tablet oder Surfstick wechseln möchte. Schwierigkeiten könnte während der Übergangszeit auch der Wechsel zwischen Geräten mit eSim und herkömmlicher Sim machen. Ob sich diese Befürchtungen bewahrheiten, wird sich mit der Einführung der eSim erst noch zeigen müssen.

Autor: ES