27.03.2015

5G Mobilfunk: Telekom startet 5G-Innovationslabor

Die Telekom Deutschland startet in Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten, Startups und globalen Netztechnik-Herstellern ein Innovationslabor für die kommende Technik 5G. Unter der Bezeichnung 5G:haus soll der Standard an verschiedenen europäischen Standorten gleichzeitig vorangetrieben und weiterentwickelt werden.

Kooperation von Forschungsinstituten, Startups und Netztechnik-Unternehmen

Die Telekom hat mit dem 5G:haus ein Innovationslabor für den kommenden 5G-Standard ins Leben gerufen. „Mit unserem neuen Innovationslabor können wir zusammen mit führenden Partnern die Architektur entwickeln, Innovation vorantreiben und die Standardisierung steuern. Das Labor ist außerdem die ideale Plattform, um bereits in einem sehr frühen Stadium der 5G-Entwicklung unsere Kunden an Bord zu holen“, erklärt Bruno Jacobfeuerborn, CTO Deutsche Telekom und Vorsitzender der NGMN-Allianz (Next Generation Mobile Networks).

Die Telekom arbeitet bei dem Projekt mit zahlreichen Unternehmen zusammen – darunter die SoftRAN-Initiative der Stanford University, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz - DFKI der Universität Kaiserslautern, die Fraunhofer-Gesellschaft (Fraunhofer FOKUS und Fraunhofer HHI), Startups wie RF DSP, Kumu Networks und Moogsoft und Hersteller wie Ericsson, Nokia, Samsung, ZTE, Qualcomm und Huawei. Damit hat die Telekom auch die Möglichkeit, an mehreren europäischen Standorten gleichzeitig zu forschen und die Ergebnisse zu präsentieren.

Für einen globalen Standard muss die Branche zusammenarbeiten

„Mit dem 5G:haus können wir die in Frage kommenden Technologien bewerten und systematisch Beiträge zur Entwicklung des weltweiten 5G-Standards leisten. Wir freuen uns darauf, mit unseren Partnern zusammenzuarbeiten, und hoffen, bald weitere Kooperationen vereinbaren zu können“, sagt Jacobfeuerborn.

Bereits beim diesjährigen Mobile World Congress in Barcelona hat die NGMN das Grundsatzpapier zu 5G präsentiert. Dort wird die Sicht der 24 Netzbetreiber in der Allianz dargestellt. „Die Veröffentlichung war ein wichtiger erster Schritt dieses Entwicklungsprozesses. Die Branche muss jetzt zusammenarbeiten, um einen globalen Kommunikationsstandard und marktreife Produkte bis 2020 zu ermöglichen“, so Jacobfeuerborn. Mit dem neuen Innovationslabor will man die Möglichkeit einer direkten Kooperation innerhalb der Telekommunikations-Branche zur Entwicklung einheitlicher Standards nutzen.

Autor: ES