24.04.2015

Frequenzauktion 2015 startet am 27. Mai

Am 27. Mai 2015 ist es soweit: Dann startet die Frequenzauktion, bei der unter anderem die begehrten Frequenzen im 700-Megahertz(MHz)-Bereich unter den Hammer kommen. Mitbieten dürfen die drei deutschen Netzbetreiber.

Nur die Großen dürfen mitbieten

Ende Mai versteigert die Bundesnetzagentur die begehrten Mobilfunkfrequenzen – darunter der 700-MHz-Bereich als auch bestehende GSM-Frequenzen. Nun wurden die Teilnehmer der Auktion zugelassen: Die Telekom Deutschland, Vodafone und Telefónica Deutschland dürfen mitbieten. Im Vorfeld hatte auch Liquid Broadband Interesse an der Versteigerung bekundet, zog sich jedoch aufgrund der Bedingungen wieder zurück. Liquid Broadband reichte gegen das Vergabeverfahren sogar Klage ein.

Insgesamt kommen Frequenzen von 270 MHz aus den Bereichen 700 MHz, 900 MHz, 1500 MHz sowie 1800 MHz unter den Hammer. Die Bereiche um 900 MHz und 1800 MHz wurden bisher für GSM eingesetzt. Sie bildeten den Grundstein für den Aufbau der heutigen Mobilfunknetze zur flächendeckenden mobilen Sprachkommunikation. Die frei gewordenen GSM-Frequenzen sollen laut der Bundesnetzagentur künftig für breitbandige Internetanschlüsse eingesetzt werden.

Ziel: Flächendeckendes Breitband-Internet

Die Frequenzen im 700-MHz-Bereich wurden bisher für terrestrisches Fernsehen genutzt. Aufgrund der Umstellung auf DVB-T2 werden sie frei. Nun sollen sie für mobiles Breitband zum Einsatz kommen.

Mit wenig Aufwand und Funkstationen haben die Netzbetreiber die Möglichkeit, schnelles Internet auch in unterversorgten Regionen anzubieten. Wenn es nach der Bundesnetzagentur geht, sollen die Frequenzen dabei helfen, ein flächendeckendes Netz mit Breitband-Internet aufzubauen. Aus diesem Grund  beinhalten die Frequenznutzungsrechte eine Versorgungsverpflichtung von 98 Prozent der deutschen Bevölkerung.

Autor: ES