29.05.2017

Datenvolumen-Verbrauch der Deutschen so hoch wie noch nie

Die Deutschen nutzen Festnetz und Internet so intensiv wie noch nie. Dies zeigt der aktuelle Jahresbericht der Bundesnetzagentur. Insgesamt verbrauchten die Deutschen 2016 ganze 22,5 Milliarden Gigabyte (GB) in den Festnetzen und 918 Millionen GB im Mobilfunk.

60 Prozent mehr Datenübertragung

Die Deutschen haben im Jahr 2016 einen Rekordwert an Datenvolumen verbraucht. Das geht aus dem aktuellen Jahresbericht der Bundesnetzagentur hervor, der die Entwicklungen in den Bereichen Energie, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen in Deutschland zusammenfasst.

Im Vergleich zum Jahr 2015 ist der Datenvolumen-Verbrauch signifikant gestiegen. In den Festnetzen wurden mit 22,5 Milliarden GB rund 32 Prozent mehr Daten übertragen. In den Mobilfunknetzen ist sogar eine Steigerung von 60 Prozent zu verzeichnen – von 574 Millionen GB auf 918 Millionen GB.

Diese Datenmenge teilt sich auf 32 Millionen Breitbandanschlüsse auf. Das sind 1,3 Millionen Anschlüsse mehr als 2015. Der Großteil der Anschlüsse (24 Millionen) wird dabei über DSL realisiert.

Die SMS hat ausgedient

Doch nicht in allen Bereichen ist ein Wachstum zu verzeichnen. Im Bereich Festnetz sind massive Rückgänge erkennbar. Verringert hat sich das Gesamtvolumen der abgehenden Gesprächsminuten im Festnetz von 139,9 Milliarden Minuten 2015 auf 131,0 Milliarden Minuten im Jahr 2016. Im Mobilfunk bleibt das Gesamtvolumen der Gesprächsminuten hingegen konstant (2015 und 2016: 115 Mrd. Minuten). Rund 60 Prozent aller Gesprächsminuten im Festnetz wurden bis Ende 2016 bereits von IP-basierten Anschlüssen realisiert.

Der rückläufige Trend betrifft auch die gute, alte SMS. 2016 wurden nur noch 12,7 Millionen Kurznachrichten versendet. Zum Vergleich: 2015 waren es 16,6 Millionen und 2012 lag der Wert noch bei 59,8 Millionen SMS. Der Grund für die sinkende Popularität der Kurznachricht sind Messenger-Dienste wie WhatsApp, die den SMS-Versand weitestgehend überflüssig machen.

Autor: ES