20.07.2017

Surfstick und zocken von Shootern bis Casinos

Online Casino, World of Warcraft oder moderne Online Shooter: mit dem Surfstick kann man prinzipiell überall alles spielen. Es gibt aber Dinge zu beachten.

Quelle: Huawei

Online Zocken mit Surfstick

Mit dem Surfstick, also Datenstick, und dem Laptop zu zocken ist etwas, das genauerer Betrachtung bedarf. Denn prinzipiell funktioniert das Ganze ja ganz ausgezeichnet, vor allem wenn man sich in Bereichen bewegt in denen man auf ein schnelles LTE (idealerweise LTE4) Netz zugreifen kann: mit einem Download von 150 MBit pro Sekunde sind auch die ressourcenintensivsten Online Spiele kein Problem. Da wird man wohl eher im Bereich des Laptops an die Grenzen stoßen, da diese Spiele, um wirklich Spaß zu machen, auch entsprechende Hardware erfordern.

Die massive Bandbreite ist nicht unbedingt notwendig – für das reine Spielen werden wohl 16 MBit auch schon reichen, aber wenn man bedenkt wie viele Updates Spiele benötigen und dann auch noch Downloads für Mods etc. dazu rechnet, dann ist das Download-Volumen eines „Heavy Gamers“ bei 150 bis 250 Giga-Byte Download: „so viel Internet wie möglich“ ist deshalb kein Fehler.

Bisher war jetzt von Multiplayer Spielen mit hohen grafischen Anforderungen die Rede. Mit etwas weniger Geschwindigkeit kommt man bei vielen Solo-Strategie Spielen aus. Die Faustregel ist einfach immer: je mehr grafische Elemente und hochwertige Animationen, desto mehr Rechenpower braucht man. Und bei Online Spielen wird viel Power eben ausgelagert und muss via Internetverbindung „herein geholt“ werden.

Deshalb funktioniert etwa der Online Klassiker schlechthin, „World of Warcraft“ schon mit vergleichsweise schwacher Verbindung zum Internet. Immerhin ist das Grundspiel bereits 2004 erschienen, als viele Standleitungen weit unter dem Niveau heutiger mobiler Verbindungen gestanden sind. So berichten Spieler, dass sie selbst mit einer schwachen Edge Verbindung brauchbar WOW spielen können.

Wer lieber ganz andere Spiele zockt, nämlich in Online Casinos, der muss sich ohnehin keine Sorgen machen: denn Online Slots und andere Casino Spiele benötigen eine recht geringe Download-Verbindung. Zudem werden die Spiele gegen Verbindungsunterbrechungen gesichert – man kann also nicht im entscheidenden Moment rausfliegen und so den Gewinn verlieren. Das gilt sogar für die Live Dealer Casino Spiele, bei denen man via Video-Stream in einem richtigen Casino dabei ist und sich damit nicht mehr auf den „Random Number Generator“, den Zufallsgenerator, verlassen muss. Der ist nämlich das Herzstück jedes Online Casinos und sorgt dafür, dass die Spiele auch wirklich zufällig sind.

Die geringen Download-Anforderungen der Online Casinos sind übrigens in zwei Dingen begründet. Erstens sind die Spiele relativ simpel. Aber zweitens, und hier können viele andere Branchen noch von der Online Glücksspielindustrie lernen, sind die Spiele auch sehr gut auf schlechte Bedingungen optimiert. Denn die Casino Branche hat bereits lange vor anderen Branchen das Potential des Spielens via Handy entdeckt und konsequent die Spiele dahingehend optimiert. Manche Online Casinos waren bereits per WAP am Handy spielbar – und damals waren die Verbindungen für heutige Verhältnisse unvorstellbar langsam.

Das kommt heute gerade auch Spielern mit Surfstick zu Gute, die sich in einer Region mit suboptimalen Netzausbau befinden. Bei Online Casinos ist eher der Wechsel über die Grenzen problematisch: denn auch wenn man heute in der ganzen EU keine Roaming-Gebühren mehr bezahlen muss, sind doch die Zugangsmöglichkeiten zu den Online Casinos unterschiedlich.