11.01.2019

5G in Deutschland – Wie schlägt sich die Bundesrepublik im internationalen Vergleich?

Wenn man von der aktuell stattfindenden Digitalisierung spricht, dann hört man dabei auch immer öfters die Bezeichnung "5G", was den neuen Netzwerkstandard beschreibt, welcher die 4G-Technologie zukünftig ablösen soll.

5G wird dabei von vielen Experten als eine enorm wichtige Grundlage für die Digitalisierung selbst gesehen. Viele vertreten dabei die Meinung, dass man nur von Industrie 4.0 reden könnte, wenn das 5G-Netzwerk weitgehend realisiert wurde.

Industriestandards diesbezüglich befinden sich bereits in der Entwicklung und die realistische Markteinführung von 5G wird etwa zwischen 2020 und 2025 erwartet.

Ein wichtiges Thema wird sicher auch jene Frage darstellen, inwiefern Mobilfunkunternehmen den Kaufprozess ihrer Kunden verstehen, damit diese die neue 5G-Technologie auch erfolgreich vermarkten können.

Was macht 5G so innovativ?

Das Erreichen einer weitreichenden Verbreitung des 5G-Netzwerks ist deshalb so erstrebenswert, da damit zahlreiche Vorteile gegenüber der 4G-Technologie (LTE) verbunden sind:

• Beeindruckende Datenraten:

Mit zu erwartenden Datenraten von bis zu 10.000 Mbit/s gestaltet sich das 5G Netzwerk als bis zu 100 mal schneller, als man dies derzeit von LTE-Netzwerken gewohnt ist. Dies eröffnet vollkommen neue Sphären der Möglichkeiten und wird daher eine enorme Verbesserung in vielen Bereichen des digitalen Lebens darstellen.

• Exorbitant größere Netzwerkkapazitäten:

Doch mit 5G sind auch deutlich größere Netzkapazitäten möglich, was bedeutet, dass weltweit eine erheblich höhere Anzahl an Mobilfunkgeräten gleichzeitig verwendet werden kann, als dies momentan zutreffend ist. Dies erhöht die generelle Konnektivität der Welt und sorgt somit für mehr Kommunikation, Produktivität und Verlässlichkeit.

• Verbesserte Latenzzeiten:

Insbesondere die Latenzzeiten werden mit der Implementierung des 5G-Standards außerordentliche Verbesserungen erleben: So wird man beobachten können, dass Pings unter einer Millisekunde den Standard darstellen werden, was es erst möglich machen wird, Smart-Cities zu erschaffen, in denen zahlreiche elektronische Geräte miteinander verbunden sein werden.

• Senkung der Energiekosten:

Zudem werden auch die Energiekosten deutlich geringer sein, was eine Senkung von bis zu 90% bedeuten kann. Des Weiteren gestaltet es sich auch so, dass sich der Stromverbrauch pro übertragenem Bit in Zukunft nur mehr bei 1/1.000 des heutzutage durchschnittlichen Energieaufwands befinden wird.

Weitere Aspekte der 5G-Technologie

Wenn es um das Thema 5G-Netzwerk geht, stellen sich natürlich auch die deutlich breiteren Frequenzspektren dar, welches dieses, im Gegensatz zu LTE, verwenden wird. Ein weiterer Unterschied im Vergleich mit 4G: Da 5G nur auf geringere Distanz funktioniert, werden erheblich mehr Funkzellen installiert werden, was unter anderem auch dafür sorgt, dass die zuvor erwähnten äußerst niedrigen Latenzzeiten erreicht werden. Auch die Möglichkeit des "Netzwerk-Slicings" ist äußerst interessant: Mobilfunkanbieter können mit dieser Methode separate Subnetze für verschiedene Anwendungen erstellen, welche jeweils spezifische Netzwerkqualitäten aufweisen.

5G in der Bundesrepublik

Deutsche Großunternehmen in der Mobilfunkbranche, wie etwa die Deutsche Telekom oder auch Vodafone, waren bereits seit Beginn des Prozesses an der Entwicklung der neuen 5G-Technologie beteiligt. Die Telekom-Control-Kommission (TKK) hat bereits angekündigt, dass die Ausschreibung für die 5G-Frequenzvergabe innerhalb Deutschland im Frühjahr 2019 stattfinden wird. Die Nutzungsrechte werden anschließend eine 20-jährige Gültigkeit aufweisen. Laut einem Strategiepapier des Bundesverkehrsministeriums sollen bis 2025 die 20 größten Städte Deutschlands sowie auch die wichtigsten Hauptverkehrswege mit 5G-Netzwerken ausgestattet sein.

Man darf daher bereits gespannt darauf sein, auf welche Art und Weise die Evolution von LTE zur 5G-Technologie stattfinden wird, welche Veränderungen man aufgrund des neuen Standards erwarten kann und inwiefern diese zur Digitalisierung beitragen werden.