23.01.2020

Schutz vor der Datenkrake: Tipps für sicheres Surfen im Internet

Wer einen Computer oder Laptop besitzt, ist grundsätzlich darauf bedacht, sich vor dem Tracking diverser Webseiten zu schützen. Bei Smartphones sieht es allerdings etwas anders auch: Obwohl es sich hierbei ebenfalls um einen fast vollständig ausgereiften Computer im Miniformat handelt, vergessen Nutzer immer wieder gerne, dass sie auch hier nicht vor Cookies und anderen Tracking-Systemen ohne sichere Vorsichtsmaßnahmen gefeit sind.

Wer im Internet unterwegs ist, hinterlässt unentwegt Datenspuren. Dass diese Online-Aktivitäten nachverfolgt werden, lässt sich kaum verhindern. Gerne werden auch Cookies im Browser verwendet, die Unternehmer dafür verwenden, um bestimmte Nutzer bei erneuten Seitenaufrufen wiederzuerkennen. Vielleicht sind Sie ja gerade auf der Suche nach einem passenden Fotodrucker? Sobald Sie im Internet danach suchen, werden Sie schon bald feststellen, dass Ihnen kurze Zeit später auf anderen Webseiten genau dasselbe Produkt angezeigt wird. Durch dieses Ad-Tracking und personalisierter Werbung erhoffen sich Unternehmen Ihr Interesse und einen möglichen Kauf.

Für viele Firmen ist das Geschäft mit den Daten meist die einzige Einnahmequelle – dasselbe gilt auch für Werbungen, die hinter jeder Ecke lauern. Es gibt jedoch einige Tipps und Tricks, die vor dieser Überwachung im Internet schützen. Die wichtigsten haben wir hier zusammengetragen.

Regelmäßige Updates

In der Regel ist es von Vorteil, regelmäßig Updates durchzuführen. Auch sichere Passwörter sowie eine Zwei-Faktoren-Authentifizierung sind das A und O in der Welt des Internets. Zusätzlich sollten Nutzer besonders bei der Freigabe ihrer Daten besonders achtsam sein – dies betrifft besonders soziale Netzwerke oder die Erstellung von Konten auf diversen Webseiten.

WLAN und Bluetooth abschalten

Wer nicht möchte, dass Position sowie Bewegungsdaten an Dritte weitergeleitet werden, sollte stets darauf bedacht sein, WLAN und Bluetooth auszuschalten, sobald diese Dienste nicht mehr benötigt werden.

Ist das WLAN aktiviert, sendet das Smartphone nämlich automatisch die nicht veränderbare Seriennummer des WLAN-Funkmoduls aus – dasselbe gilt auch für eine aktivierte Bluetooth-Verbindung. Diese Signale machen sich diverse Unternehmen gerne für ihre Offline-Tracking-Dienste zunutze. Auf diese Weise ist es ihnen möglich, sogar den Weg eines Nutzers durch verschiedene Geschäfte nachzuvollziehen und anschließend Werbung präziser und personalisierter auszuspielen.

Die Browser-Wahl

Besonders wichtig für den Schutz der Privatsphäre ist natürlich die Wahl des Browsers. Hier ist es grundsätzlich dem Nutzer selbst überlassen, ob er eher Mozilla Firefox, Opera, Chrome oder Safari trauen möchte. In den meisten Fällen bieten Browser heutzutage einen Inkognito-Modus an, mit dem der Nutzer vor allen Tracking-Versuchen geschützt wird. Gleichzeitig werden auch Cookies blockiert. Wer sich vor dem Datenkraken fürchtet, sich aber trotzdem kein Leben ohne Internet vorstellen kann, dem bieten sich Anonymisierungsdienste wie beispielsweise das TOR-Netzwerk an. Dieses ist aber im Verhältnis zu anderen Browsern deutlich langsamer.

VPN und Messaging

Verschiedene Programme und Apps erlauben mittlerweile den verschlüsselten Austausch von Nachrichten oder Telefonaten – ähnliche Dienste bieten sich auch bei E-Mail-Providern an.

Eine weitere nennenswerte Maßnahme ist ein VPN (Virtual Private Network). Übermittelte Daten werden verschlüsselt über den Server des jeweiligen Anbieters umgeleitet, wodurch der Internetprovider keine Möglichkeit hat, den Datenverkehr zu kontrollieren. Wer um seine Sicherheit im Internet bemüht ist, sollte auf diese Alternative setzen – gute VPNs sind allerdings meist mit höheren Kosten verbunden.