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Topthema 2008: Mobiles Surfen

02.01.2009

2008 war sicherlich ein Jahr mit ausgeprägten Höhen und Tiefen, auch für die  Telekommunikationsbranche. Der große Gewinner des vergangenen Jahres ist dabei das mobile Internet: Noch nie zuvor hatten sich so viele Nutzer für mobiles Surfen interessiert. Inzwischen ist das Handy-Internet aus der Nische herausgekommen und setzt zum Sprung auf den Massenmarkt an.

Die Mobilfunkanbieter haben die Zeichen der Zeit erkannt und damit begonnen, sowohl die Performance ihrer Netze zu verbessern als auch attraktivere Datentarife zu entwerfen. Diese positive Entwicklung wird zusätzlich unterstützt durch neue Endgeräte, die speziell für die mobile Internet-Nutzung optimiert wurden. Handys wie das iPhone 3G von Apple oder das Samsung Omnia sorgen mit großen Touchscreens und potenteren Browsern dafür, dass mobiles Online-Surfen richtig Spaß macht.

EDGE und UMTS: Netzausbau schreitet voran

Wer heute mit dem Handy oder Laptop mobil online gehen möchte, kann je nach Anbieter auf beträchtliche Bandbreiten zurückgreifen. Die beiden größten Mobilfunk-Netzbetreiber T-Mobile und Vodafone D2 haben ihre Netze vor allem in den Städten mit den Datenturbos HSDPA und HSUPA aufgerüstet. An verschiedenen Standorten werden so Übertragungsraten per HSDPA von bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde erreicht. Vodafone plant laut eigenen Angaben für 2009 eine Verdopplung dieses Wertes. Im Upload ist derzeit eine maximale Performance von 1,44 Megabit pro Sekunde möglich. Zuletzt hatte e-plus angekündigt, das e-plus-UMTS-Netz im neuen Jahr ebenfalls mit HSDPA aufrüsten zu wollen.

Der Mobilfunk-Standard GPRS/EDGE ist in Deutschland bereits flächendeckend verfügbar: T-Mobile hat sein gesamtes Netz damit ausgestattet, Vodafone in großen Teilen. O2 hat im Herbst mit dem EDGE-Ausbau begonnen, e-plus möchte zumindest ein Drittel der deutschen User bis Ende März 2009 mit dem Standard versorgen. Der GPRS-Turbo EDGE bietet eine Performance von bis zu 220 Kilobit pro Sekunde im Dowstream und bis zu 110 Kilobit pro Sekunde im Upstream. Zum Vergleich: Über eine herkömmliche GPRS-Verbindung können lediglich 40 Kilobit pro Sekunde im Download erreicht werden.

Günstigere Preise für Daten-Flatrates 

Sinkende Preise und vielfältigere Tarifoptionen konnten im vergangenen Jahr immer mehr deutsche Nutzer dazu bewegen, das mobile Internet einmal auszuprobieren. Inzwischen haben sich die Gebühren für eine UMTS-Flatrate in den D-Netzen bei monatlich rund 30 bis 35 Euro eingependelt. In den weniger leistungsstarken E-Netzen muss der User lediglich 25 Euro im Monat bezahlen. Wer den Mobilfunkvertrag im Internet abschließt, kann zusätzlich Prozente einsparen.

Neben diesen Monatspauschalen gibt es inzwischen auch Tages-Flatrates: Seit Anfang 2008 bietet T-Mobile die „web’n’walk DayFlat“ an. Vertragskunden zahlen 4,95 Euro pro Tag, für Nutzer mit einer Prepaid-Karte erhöht sich der Betrag auf 7,95 Euro. Vodafone verlangt für seine „Websession 24 Stunden“ ebenfalls 4,95 Euro. Der Discounter Fonic im o2-Netz unterbietet diese Tarifoption erheblich: Hier kostet die Tagespauschale gerade einmal 2,50 Euro pro Tag.

Autor: FN

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