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Vodafone: einheitliche Rufnummer und High-Speed-Netz

25.09.2008

Deutschlands zweitgrößter Mobilfunkanbieter Vodafone und seine Festnetz-Tochter Arcor haben einige neue Lösungen für Festnetz und Mobilfunk ins Auge gefasst: So soll es ab November eine einheitliche Rufnummer für Handy und Festnetztelefon geben. Dieser Service wird vorerst nur für Geschäftskunden gelten.

Eingehende Anrufe werden dann vom Netzbetreiber auf allen gerade eingeschalteten Geräten angezeigt. Der Kunde kann frei wählen, wo er sein Gespräch entgegennimmt. Vodafone hatte in der Vergangenheit bereits einen ähnlichen Dienst im Programm: Im Rahmen der so genannten "Universal Number" wurden Anrufe intelligent auf den Handy- oder Festnetz-Anschluss geleitet. Der Nachteil dieser Lösung für den Kunden ist jedoch, dass immer der Minutenpreis für ein Gespräch ins Mobilfunknetz berechnet wird. 

Gemeinsame Rufnummer für Handy und Festnetz

Auch Arcor hatte sich vor einigen Jahren im Bereich der persönlichen Rufnummern engagiert: Kunden erhielten eine Nummer mit der Vorwahl 0700, eingehende Anrufe wurden parallel oder nacheinander auf verschiedene Anschlüsse geleitet. Allerdings konnte sich dieser Service nicht etablieren, weil die meisten Telefongesellschaften die "0700" als Sonderrufnummer einstufen. Als weiteren Service neben der gemeinsamen Rufnummer haben Vodafone und Arcor eine gemeinsame Mailbox für Mobilfunk und Festnetz-Telefonie anvisiert. Einen konkreten Zeitplan hierfür nannte Vodafone jedoch noch nicht.

Mit Speed zum Erfolg: die 4. Vodafone Innovation Days

Anlässlich der Veranstaltung "Vodafone Innovation Days", die zum vierten Mal in Düsseldorf stattfand, erklärte Geschäftsführer Hartmut Kremling: "Der Faktor Geschwindigkeit ist die Killerapplikation für den Mobilfunk". Aktuell erreiche Vodafone mit GSM und EDGE 96 Prozent der deutschen Bevölkerung, sagte Kremling, der auch Technikchef bei der Festnetz-Tochter Arcor ist. Das UMTS/ HSDPA-Netz seines Unternehmens habe bereits eine 80-prozentige Bevölkerungsabdeckung. Auf der Basis von UMTS und dem Beschleuniger HSDPA werden derzeit maximal 7,2 Megabit pro Sekunde im Downlink und 1,4 Megabit pro Sekunde im Uplink erreicht. Noch in diesem Jahr plane man bei Vodafone, den Download auf bis zu 14,4 Megabit pro Sekunde zu beschleunigen. Gleichzeitig soll auch der Upstream im Rahmen von HSUPA auf bis zu zwei Megabit pro Sekunde aufgerüstet werden. Ein weiteres Update im Jahr 2009 könne eine Performance von bis zu 28,8 Megabit pro Sekunde im Download möglich machen, kündigte Vodafone an.

Gemeinsam mit Nokia Siemens Networks (NSN) arbeitet der Mobilfunkbetreiber außerdem an der Einführung der nächsten Mobilfunkgeneration "Long Term Evolution" (LTE). Vodafone erwartet beim Standard LTE Bandbreiten von bis zu 173 Megabit pro Sekunde im Downstream bzw. 58 Megabit pro Sekunde im Upstream. In ersten Projekten zeigte NSN die Nutzbarkeit der gesteigerten Performance beispielsweise für High Definition Television (HDTV) oder ferngesteuerte Webcams. Zusammen mit NSN soll eine kommerzielle LTE-Plattform erstellt werden, hieß es in Düsseldorf. "Wir rechnen damit, dass LTE in rund drei Jahren auch für Endkunden nutzbar sein wird", sagte Vodafone-Chef Kremling.

Autor: FN

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