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Vodafone: Funk-Internet über Digitale Dividende

14.04.2009

Schön aber etwas ab vom Schuss liegen die Orte Bopfingen und Unterschneidheim im Osten von Baden Württemberg. Bislang gab es dort viel Natur und wenig Anbindung an moderne Datenkommunikationswege. Das wird sich jetzt ändern: Die Gemeinden wurden für ein Pilotprojekt ausgewählt und sollen demnächst einen breitbandigen Internetzugang über ehemalige Rundfunk-Frequenzen erhalten.

Initiatoren des Modellprojekts sind der Mobilfunkbetreiber Vodafone und die Landesanstalt für Kommunikation (LFK) von Baden-Württemberg. Etwa 100 Haushalte in der Ostalb haben die entsprechenden Endgeräte erhalten und dürfen den Breitband-Anschluss vorerst kostenlos testen. Das Projekt wird im Mai anlaufen.  

Funk-Internet mit Datenraten von bis zu 7,2 MBit/s

Im ersten Versuchsjahr will Vodafone untersuchen, wie eine ländliche Region ohne Zugang zu DSL oder Kabel-Internet mit mobilem Breitband-Internet versorgt werden kann. Der Netzbetreiber will dabei Erkenntnisse über den Einsatz der Funktechnologie unter Alltagsbedingungen und in einem hügeligen Gelände gewinnen. Außerdem will man herausfinden, ob das mobile Internet Einfluss auf den Empfang der digitalen Fernsehsignale DVB-T und DVB-C hat. Der Versuch ist mit der Bundesnetzagentur abgestimmt.

Im Rahmen der Digitalisierung wurden alte Rundfunk-Frequenzen frei, die so genannte „Digitale Dividende“. Mobile Internetzugänge über diese Frequenzen könnten die Lücken in der Breitband-Versorgung schließen. Das mobile Breitband-Internet verspricht Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde im Download und bis zu 1,4 Megabit pro Sekunde im Upload. Die Nutzer surfen im UMTS-Netz von Vodafone, das mit dem Datenturbo HSDPA ausgebaut ist.

Die Teilnehmer am baden-württembergischen Testprojekt müssen im Versuchszeitraum keine monatlichen Nutzungsgebühren zahlen. Im Januar hatte die Landesanstalt für Kommunikation dazu aufgerufen, Modelle für die Nutzung der Digitalen Dividende vorzustellen. Noch bis zum 30. Juni können Unternehmen ihre Projektpläne bei der LFK einreichen.     

Autor: FN

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