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Österreich: bereits jeder vierte Anschluss ist mobil

17.07.2008

Mobile Breitbandanschlüsse liegen auf dem österreichischen Markt eindeutig im Trend. Im vergangenen Jahr war bereits jeder vierte Anschluss mobil, wie aus dem „Kommunikationsbericht 2007“ der Rundfunk- und Telekom-Regulierungs-GmbH (RTR) hervorgeht. Derzeit gibt es in Österreich rund 700.000 mobile Breitbandanschlüsse, ihre Zahl dürfte bis Ende 2008 auf eine Million anwachsen.

Ende 2007 waren es noch 586.000 mobile Breitbandzugänge, dem standen 1,6 Millionen Breitbandanschlüsse über das Festnetz gegenüber. Dementsprechend ist der Umsatz, den die Mobilfunkanbieter 2007 mit Datendiensten (inklusive Kurznachrichten) erzielten, von 13 auf fast 20 Prozent gesprungen. Die Zahl der versendeten SMS ist 2007 ebenfalls gestiegen: um 60 Prozent auf 3,3 Milliarden.

Weg vom Festnetz, hin zum Mobilfunk

Insgesamt zeigt der Kommunikationsbericht für den österreichischen Telefonmarkt eine deutliche Entwicklung weg vom Festnetz und hin zum Mobilfunk. Nur noch acht Milliarden Minuten wurden letztes Jahr über eine Festnetzleitung telefoniert, dagegen aber 17 Milliarden Minuten über mobile Endgeräte. Der Umsatz mit Festnetzkunden sank von 1,4 Milliarden Euro auf 1,24 Milliarden Euro. Auch die Umsätze mit Mobilfunkkunden gingen leicht zurück von 2,71 Milliarden Euro auf 2,67 Milliarden Euro, was an den tendenziell sinkenden Tarifen liegt. Erhebliche Einbußen hatten die Mobilfunk-Großhändler zu verzeichnen: als Folge der europäischen Roaming-Regulierung sanken ihre Umsätze von 931 Millionen Euro auf 797 Millionen Euro.

Stark zugelegt hat hingegen der Umsatz mit Internetwerbung in Österreich: gegenüber 2006 gab es einen Zuwachs um 80 Prozent auf 65,2 Millionen Euro. Damit wurde erstmals der Werbeumsatz der privaten Radiosender (57,5 Millionen Euro) überholt. Der österreichische Werbemarkt wird von Tageszeitungen und sonstigen Printmedien dominiert, die jeweils etwa 722 Millionen Euro Bruttowerbeerlöse verzeichnen. TV-Werbung bringt dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ORF) 351 Millionen Euro und den privaten Fernsehsendern 245 Millionen Euro. 171 Millionen Euro entfallen auf Außenwerbung, 112 Millionen auf die ORF-Radioprogramme, 57,5 Millionen auf den privaten Hörfunk und 65,2 Millionen auf Online-Reklame. Ein starkes Wachstum gibt es neben dem Internetbereich vor allem bei den privaten TV-Sendern, die im April 2008 erstmals mehr Werbeeinnahmen verzeichnen konnten als das ORF-Fernsehen.

Radio ist Nr. 1, Internet legt zu

Wie aus dem Kommunikationsbericht der RTR weiter hervorgeht, ist das meistgenutzte Medium der Österreicher das Radio: durchschnittlich 212 Minuten hört ein über 14-jähriger Österreicher pro Tag. An zweiter Stelle steht das Fernsehen, das im Durchschnitt 157 Minuten täglich genutzt wird. Während die Fernsehnutzung gegenüber dem Jahr 2006 um acht Minuten zurück gegangen ist, konnte das Internet um sieben Minuten zulegen auf durchschnittlich 45 Minuten pro Tag. Nicht verändert hat sich der Wert für die Tagespresse: konstant 30 Minuten täglich liest der Österreicher seine Zeitung.

Autor: FN

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