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grünen Links?
Netbooks: N ützlich oder überflüssig?
29.10.2008
Es ist kaum ein Jahr her, da brachte der taiwanesische Hersteller ASUS seinen Mini-Laptop "Eee PC" auf den Markt. Seitdem sind die Verkaufszahlen der kleinen Notebooks rasant gestiegen, inzwischen ist jeder zehnte verkaufte Computer in Europa ein so genanntes Netbook.
Das geht aus einer aktuellen Untersuchung der Marktanalysten von Gartner und der International Data Corporation (IDC) hervor. Dabei sind noch nicht einmal alle Hardware-Hersteller auf den Zug aufgesprungen, es werden also noch diverse neue Netbook-Modelle kommen. Aber was ist dran am Hype um die kleinen Laptops?
Gute Gründe für das Netbook
Netbooks wiegen rund ein Kilogramm und damit 30 bis 50 Prozent weniger als herkömmliche Notebooks. Sie sind nicht nur leichter sondern auch kleiner als Laptops. Für Menschen, die viel unterwegs sind und etwa im Zug oder Flugzeug arbeiten müssen, ist ein handliches Netbook der ideale Begleiter. Die Mini-Laptops sind zudem verhältnismäßig günstig: Die Preise bewegen sich in der Regel zwischen 300 und 400 Euro.
Die meisten Netbooks sind mit einem Atom-Prozessor von Intel ausgestattet, der eine Taktfrequenz von 1,6 Gigahertz hat. Der Arbeitsspeicher umfasst im Durchschnitt ein Gigabyte, die Kapazität der Festplatte schwankt zwischen 16 und 160 Gigabyte – je nachdem, ob es sich um eine flashbasierte SSD Festplatte oder eine herkömmliche HDD-Festplatte handelt. Die Mini-Notebooks sind damit sehr gut gerüstet für ihre Haupteinsatzgebiete: die mobile Internet-Nutzung und Büroanwendungen. Zumal eine Festplatte heute nicht mehr so wichtig ist wie früher, inzwischen sind die meisten Anwendungen wie Bildbearbeitung, Chat, Musik, E-Mail oder Daten-Speicherung online verfügbar. Ein weiterer interessanter Aspekt ist, dass Netbooks die Nutzer mit neuen Programmen in Kontakt bringen. Während die Mehrzahl der User bis heute an Windows von Microsoft gewöhnt ist, kommt in den Mini-Laptops das Betriebssystem Linux zum Einsatz. Inzwischen gibt es mit "Ubuntu EEE" sogar schon eine extra an den Eee PC angepasste Linux-Version,
Argumente gegen den Mini-Laptop
Gerade die handlichen Ausmaße des Netbooks können aber auch gegen das Gerät sprechen: Gegner kritisieren die viel zu kleine Tastatur, die für das Zehn-Finger-System ungeeignet ist. Zudem sind bislang wenige Websites für die kleinen Displays optimiert, so dass der Nutzer sich häufig durch die Seiten scrollen muss. Lange Arbeits-Sessions am Mini-Notebook sind aus gesundheitlicher Sicht für Rücken, Augen und Hände sicher wenig zuträglich.
Die Netbooks sind auf die Internet-Nutzung und Office-Anwendungen zugeschnitten, für Bildbearbeitung oder Spiele sind sie nicht gedacht. Die kleinen Laptops besitzen keine optischen Laufwerke, für den Datentransfer stehen also nur USB-Sticks oder das Internet zur Verfügung. Insgesamt lasse die magere Ausstattung der Netbooks viele Wünsche offen, schimpfen die Kritiker: Von digitalen Schnittstellen wie HDMI oder DVI könnten die schmalen Notebooks nur träumen. Netbooks organisieren ihren Internet-Zugang bisher zumeist über ein WLAN-Netz. Gerade für die mobile Datenübertragung wäre ein integriertes UMTS-Modem aber wichtig. Inzwischen haben Mobilfunkprovider diese Lücke erkannt und bieten die Mini-Laptops zusammen mit UMTS-Adaptern und den entsprechenden Verträgen an. Nach und nach beginnen auch die Hersteller, ihre Geräte ab Werk mit der UMTS-Technologie auszustatten.
Autor: FN
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