UMTS, HSPA & LTE-Netzabdeckung bei E-Plus

E-Plus kann noch nicht mit den D-Netzen mithalten, jedoch hat man in den letzten Jahren Worten auch Taten folgen lassen und das bestehende Netz modernisiert. Nach Angaben des Unternehmens werden seit 2012 etwa 80 Prozent der Deutschen mit dem Datennetz des Anbieters erreicht.

Wo UMTS-Funkmasten aufgestellt sind, ist zu 85 Prozent HSPA+ verfügbar mit bis zu 21,6 Mbit/s. E-Plus will in den kommenden Jahren den Netzausbau im UMTS- und LTE-bereich massiv vorantreiben, auch die Anbindung der Funkmasten an das Kernnetz wird im Fokus des Netzbetreibers stehen.

2013: Im 2G- und 3G-Bereich besser als o2

E-Plus war 2013 der Aufsteiger des Jahres in Bezug auf das Mobilfunknetz. Der Netzbetreiber verbesserte sich im Test des Fachmagazins Chip 2013 gegenüber dem Vorjahr um eine ganze Schulnote. Mit dem Ergebnis 2,93 landete E-Plus gemeinsam mit Telefónica o2 auf dem dritten Platz in der Gesamtwertung.  Der Düsseldorfer Netzbetreiber hatte in der Vergangenheit  immer gute Ergebnisse in seinem Kernbereich, der mobilen Telefonie. Jetzt macht sich aber auch die lange angekündigte Ausbauoffensive für das UMTS-Netz bemerkbar.

Die mittlere Datenrate im E-Plus-Netz liegt je nach Standort zwischen 4,3 und 5,6 Mbit/s. Als einziger deutscher Netzbetreiber hat E-Plus bislang kein LTE-Netz aufgebaut,  was sich interessanterweise aber nicht negativ auf den Datenverkehr auswirkt – ganz im Gegenteil: E-Plus erzielte in allen 2G- und 3G-Testläufen höhere Datenraten als o2.

2012: E-Plus setzt weiter auf HSPA

Die Funktechnik LTE wird auch im Jahr 2012 im Testbetrieb bleiben. An einen Roll-Out der Technik denkt man bei E-Plus noch nicht. Der Netzbetreiber wolle sich nicht auf das technisch Machbare stürzen, sondern sich auf die Wünsche der Kunden konzentrieren, so die offizielle Position des Unternehmens.

Im Netztest der Zeitschrift Connect im November 2011 kam E-Plus zwar erneut auf den letzten Platz, doch erkannten die Tester die Fortschritte an. So kam E-Plus in der Einzelwertung beim Smartphone-Surfen auf den dritten Platz, vor dem Konkurrenten Telefónica O2.

2011: Der Netzausbau kommt ins Rollen

E-Plus beschleunigt 2011 den Netzausbau. „Inzwischen bieten rund 80 Prozent des Datennetzes von E-Plus Geschwindigkeiten von 3,6 Megabit pro Sekunde bis 7,2 Megabit pro Sekunde. In vielen Regionen ist das Netz bereits mit HSPA+ für Geschwindigkeiten bis 21,6 Megabit pro Sekunde ausgerüstet“ so erklärt Dirk Poppen, Leiter von Strategie und Technologie bei der E-Plus-Gruppe gegenüber laptopkarten.de. „Im Mittelpunkt der Aufrüstung und des Ausbaus des Datennetzes wird dieses und nächstes Jahr ganz klar der Standard HSPA+ stehen.“ Der Ausbau von HSPA+ gehe nun – ausgehend von den Ballungszentren – zunehmend in die Fläche.

LTE testet man derzeit bei E-Plus. Doch man werde LTE kommerziell erst einführen, so Poppen, wenn es genügend LTE-Smartphones zu massenmarkt-fähigen Preise gebe, so Poppen. Dies sei nach Einschätzung der E-Plus Experten „kaum vor 2013“ der Fall. 

Beim im August 2011 veröffentlichten Netztest der Stiftung Warentest kam E-Plus mit deutlichem Abstand auf den letzten Platz, das Datenfunknetz erhielt die Note „ausreichend“ (3,8). „Zum Surfen mit den Smartphones mag es in den Städten reichen“ so die Tester. Doch insgesamt sei das E-Plus-Netz „so lahm, dass es für DSL-verwöhnte Notebook-Besitzer wohl nur eingeschränkt taugt.“ 

2010: E-Plus belegt beim Connect-Netztest den letzten Rang

Seit 2006 belegt E-Plus beim Netztest der Zeitschrift „connect“ den letzten Platz. Das ist auch 2010 nicht anders. Und regelmäßig gibt es große Pläne für den Netzausbau. Das ist auch 2010 nicht anders. Diesmal kündigt E-Plus-Chef Thorsten Dirks über die Frankfurter Allgemeine Zeitung an, man wolle bis Ende 2012 das beste Datennetz in Deutschland haben. Weil das etwas kühn war, relativiert er es später: „Bis Ende 2012 wollen wir das beste Datennetz für den Massenmarkt bieten“. Dabei setzt man auf die Technik HSPA+ und lässt den neuen Mobilfunkstandard LTE erst mal außen vor: „Das Rattenrennen um den LTE-Ausbau machen wir nicht mit. Dafür ist es viel zu früh“, so Dirks. Erst einmal soll HSPA+ Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 21,6 Megabit pro Sekunde bringen. 

Beim jährlichen Connect Netztest 2010 reichte es insgesamt für ein „ausreichend“, beim schnellen Datennetz sind die Löcher einstweilen größer als die versorgten Flächen: Beim Herunterladen von Daten in der Stadt kann der Kunde gerade mal bei 46 Prozent der Verbindungen mit Geschwindigkeiten von über einem Megabit pro Sekunde rechnen, auf dem Land nur bei 13,9 Prozent. Beim mobilen Surfen ist man deutlich langsamer als die Konkurrenz und braucht für drei Seiten 26,5 Sekunden. Das sind nicht die besten, sondern die schlechtesten Werte.

2009: Schneller Datenfunk nur in ausgewählten Städten

Mit dem Datenbeschleuniger EDGE der zweiten Mobilfunk-Generation erreicht E-Plus rund 90 Prozent der deutschen Bevölkerung. Das UMTS-Mobilfunknetz der dritten Generation hat Ende 2009 gerade mal eine Reichweite von 62,5 Prozent der Bevölkerung. Und was die Ausrüstung des UMTS-Netzes mit den schnellen Datenbeschleunigungs-Technologien HSPA angeht, so hat man den Ausbau „in Brennpunkt-Städten mit hoher Nachfrage begonnen“, so heißt es bei der E-Plus Mutterfirma KPN dazu.

Im Netztest der Zeitschrift „connect“ landet E-plus 2009 mit der Note ausreichend abgeschlagen auf Rang vier. Immerhin konnten die Grünen durch ihre neue großflächige EDGE-Infrastruktur das Mobilfunknetz der zweiten Generation für Daten etwas flotter machen. Doch bei HSDPA, dem Datenbeschleuniger der dritten Mobilfunkgeneration – bei den Konkurrenten schon breitflächig vorhanden - hapert es gewaltig. „connect“ bescheinigt E-Plus ein hohes Niveau im Bereich Telefonieren. Doch beim Datenfunk hapert es: Im Schnitt brauchen E-Plus-Kunden bei Downloads im mobilen Internet vier Mal mehr Zeit als bei der Konkurrenz. Für den Empfang von ein paar Mails sei das in Ordnung, aber für eine intensive Internetnutzung doch eher hinderlich, so das Gesamturteil. 

2008: UMTS-Netzabdeckung unter 60 Prozent

Ende 2008 liegt die UMTS-Netzabdeckung von E-Plus bei über 60 Prozent der Bevölkerung, das Unternehmen setzt sich zum Ziel, wenigstens die Abdeckung mit dem Datenbeschleuniger EDGE bis Ende 2009 auf 90 Prozent zu bringen.

Auch im Jahr 2008 belegte E-Plus beim „connect“-Netztest den traditionellen vierten Platz: Die Sprachverbindungen waren gut und stabil aber die Datenverbindungen wurden vernachlässigt. Das war so gewollt: In einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa erklärte E-Plus-Chef Dirks, man werde im laufenden Jahr in den Ausbau des UMTS-Netzes investieren – so musste der Ausbau mit Datenbeschleunigern zurückstehen. 

2007: UMTS-Abdeckung fast so gut wie 2009

Für die Datenübertragung gibt es netzweit nur die GPRS-Technologie - aber ohne die Datenbeschleunigungs-Technik EDGE. Das reicht dann für magere 60 Kilobit (Kbit/s) pro Sekunde. In größeren Städten ist immerhin UMTS mit 384 Kbit/s verfügbar, allerdings ohne die dazugehörige schnelle Datenübertragungs-Technik HSDPA.

Und das will das Unternehmen auch nicht ändern. Auf die Anfrage der laptopkarten.de-Redaktion aus dem Jahr 2007 bei E-Plus nach zukünftigen HSDPA-Plänen antwortet der Corporate Communications Manager Martin Reinicke: „Sollte sich der Markt dahin gehend entwickeln, dass HSDPA von unseren Kunden nachgefragt wird und viel genutzte Anwendungen den Einsatz der HSDPA-Technik erfordern, werden wir diese Technologie in unserem UMTS-Netz zum Einsatz bringen. Zurzeit besteht kein Bedarf, da die Nachfrage nach höheren Bandbreiten in der mobilen Anwendung noch nicht gegeben ist.“

Wenn man nur telefonieren will, so das Urteil der „connect“-Netztester im Jahr 2007, dann liegt E-Plus knapp vor O2 und fast gleichauf mit Vodafone und T-Mobile. Wegen der bescheidenen Datenübertragungs-Kapazitäten reicht es insgesamt für die Note „befriedigend“ und einen letzten Platz.

2006: UMTS über 50 Prozent

Schon 2006 zeichnet sich die Strategie ab, die der Konzern bis heute durchgehalten hat: Billigtarife und die Konzentration auf Kunden, die viel Telefonieren und SMS abschicken wollen. Die Datenbeschleuniger EDGE für das GSM-Netz der zweiten Mobilfunkgeneration gibt es ebenso wenig wie HSDPA für das UMTS-Netz der dritten Mobilfunkgeneration. 

Im Jahr 2006 reicht es beim „connect“-Netztest zu einem „befriedigend“, die Tester machen deutliche Mängel in der Netzqualität aus. Wegen zu langsamer Datenübertragung sei die Datenflatrate für Geschäftskunden unattraktiv.

Autor: MN/FN

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