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Speicher voll

04.08.2008

Die weltweite Datenmenge wächst in rasantem Tempo: Jede Sekunde entstehen etwa 600 Gigabyte an neuen Daten, in einem Jahr werden es laut Marktanalysten bereits 900 Gigabyte im Sekundentakt sein. Während große Betriebe, vor allem aus der IT-Branche, die Zeichen der Zeit erkannt haben und in externe Storage-Systeme investieren, nutzen kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in erster Linie die eingebauten Festplatten als Massenspeicher.

Gerade bei den KMU wachse das Speichervolumen aber dreimal so schnell wie in den großen Unternehmen, gibt Martin Hell, Bereichsleiter Business Solutions bei Kapsch BusinessCom zu bedenken. Und da komme es laut Hell unweigerlich zu Speicher-Engpässen. Externe Festplatten können nur bedingt Abhilfe schaffen, da sie zu einer enormen Steigerung des Verwaltungsaufwands beitragen. Wesentlich sinnvoller ist für den Netzwerkspezialisten eine Lösung über konsolidierte, vernetzte Speichersysteme, welche als eine Einheit verwaltet und zentral bedient werden können.

Experten empfehlen zentrale Speichersysteme

„Datenspeicher entwickeln sich immer mehr zu Geldspeichern“, meint Hell, „und kein Unternehmen würde sein Geld auf alle Arbeitsplätze verteilen“. Ein zentrales Speichersystem sei zudem besser zu sichern, etwa indem die Daten asynchron und vollautomatisch auf ein Back-up-System gespiegelt würden. Dieses könnte beispielsweise in einem adaptierten Bergwerksstollen gegen allfällige Katastrophen abgesichert werden, so der Vorschlag des Kapsch-Managers.

„Viele Unternehmen haben vor allem mit einem enormen Wachstum von filebasierten Daten zu kämpfen“, erklärt Mark Peters, Analyst bei der US-amerikanischen Beratungsfirma Enterprise Strategy Group. Hewlett Packard hat für eben diese Zielgruppe ein skalierbares Storage-System entwickelt, das gegen Ende des Jahres auf den Markt kommen soll. Mit dem neuen System sollen mehrere Petabyte an einzelnen Dateien verwaltet werden können. Durch die voneinander unabhängige Bereitstellung von Speicherplatz und Performance lässt sich dieses System relativ einfach an unterschiedliche Rahmenbedingungen anpassen. Beispielsweise kann so die Nachfrage nach Video-Streams während einer Sport- oder Kulturveranstaltung oder die saisonale Schwankung bei einem Online-Fotodienst abgedeckt werden.

Sicherheitsrisiko Laptop

Ebenso wichtig wie ein ausreichend großer Datenspeicher ist die Sicherheit der Firmendaten. Während sich ein zentraler Server noch recht gut überwachen lässt, ist die Sicherung der einzelnen Arbeitsplätze schon mit mehr Aufwand verbunden. Kritisch wird es, sobald mobile Endgeräte im Spiel sind: Wie eine aktuelle Studie des Ponemon Institutes aufzeigt, kam es im vergangenen Jahr in 81 Prozent der Unternehmen mindestens einmal zum Verlust eines Notebooks, auf dem sensible Informationen gespeichert waren. Derzeit wechseln laut einer Statistik des „CIO Magazine“ jährlich mehr als 600.000 Notebooks unfreiwillig den Besitzer. Wenn geschäftskritische Daten in falsche Hände gelangen, können den Unternehmen Schäden in Millionenhöhe entstehen.

„Laptops sind schwierig zu betreuen und stellen bei Verlust auch ein Haftungsproblem für die betroffenen Unternehmen dar“, erläutert Tom Burns, Chef der Enterprise Solutions Division beim Ausrüster Alcatel-Lucent. Inzwischen hat Alcatel den „Laptop Guardian“ entwickelt, eine Kombination aus GPS-Modul und Datenkarte. Dank einer eingebauten Batterie verbindet der „Beschützer“ den Laptop permanent mit dem Firmennetzwerk. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Rechner ein- oder ausgeschalten ist und wo er sich gerade befindet. Im Fall eines Diebstahls kann das Notebook jederzeit lokalisiert werden. Darüber hinaus kann der Administrator alle abgespeicherten Daten sofort aus der Ferne löschen. Das Modul eignet sich zudem für eine komfortable Fernwartung der mobilen Endgeräte.

Autor: FN

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