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O2 setzt auf LTE: Ausbau 2011
Ratgeber: LTE bei o2
O2 geht mit LTE nun auch aufs flache Land: Im November starten zwei LTE-Pilotnetze in Teutschenthal bei Halle und Ebersberg bei München den Betrieb, so teilte das Unternehmen mit. Das städtische o2-LTE-Netz in München wurde schon Anfang September eingeschaltet. Eine flächendeckende Zusammenarbeit mit der Telekom wird es beim LTE-Ausbau nicht geben.
Nach Informationen der Wirtschaftszeitung Handelsblatt will O2 auf dem deutschen Markt weiter angreifen. In den nächsten drei Jahren sollen rund 2 Milliarden Euro in den Aufbau von Netz und IT fließen.
Ab Dezember können O2-Kunden LTE testen
Im Dezember können die ersten O2-Kunden den neuen Breitband-Mobilfunk ausprobieren. 2011 sollen deutschlandweit Ausbau und Vermarktung von LTE beginnen. „Wir starten im Dezember mit Friendly-User-Trials, bei denen ausgewählte Kunden von O2 die LTE-Pilotnetze nutzen können“, sagt O2-Chef René Schuster. „2011 versorgen wir dann bis zu 1500 Standorte mit LTE und beginnen die kommerzielle Nutzung.“ In den ländlichen Regionen verwendet O2 die 800-Megahertz-Frequenzen, die aus der Digitalen Dividende ersteigert wurden. In der bayerischen Hauptstadt verwendet es dagegen seine Frequenzen im 2,6-Gigahertz-Bereich.
Die ersten LTE-Interessenten können sich schon – genau wie bei den Konkurrenten Telekom und Vodafone - seit einigen Wochen auf einer eigenen Webseite vormerken lassen. Dort erklärt O2 die neue Technik und informiert über den Netzausbau. Auf der Website können sich Privatnutzer, Freiberufler, Selbständige und Geschäftskunden registrieren, damit sie erfahren, wann LTE von O2 an ihrem Standort verfügbar ist.
Zusammenarbeit mit der Konkurrenz nur in konkreten Einzelfällen
Eine flächendeckende Zusammenarbeit mit der Telekom beziehungsweise Vodafone wird beim o2-LTE-Ausbau offensichtlich nicht angestrebt. Dies sei nicht realistisch, erklärte Markus Haas, Geschäftsführer Corporate und Legal Affairs bei Telefónica O2 Germany dem Internetportal teltarif.de. „Ich denke, da hat jeder seine eigenen Ausbaupläne in der Tasche“, so Haas. Eine Zusammenarbeit könne er sich nur in konkreten Einzelfällen vorstellen.
Zuvor hatte der Deutschlandchef von Telekom Niek Jan van Damme eine mögliche Zusammenarbeit der Mobilfunkbetreiber Telekom, Vodafone und O2 in der Wirtschaftszeitung Financial Times Deutschland angekündigt. „Es wird möglicherweise zu Kooperationen kommen“, sagte van Damme dem Blatt. „Es haben bereits einige Gespräche stattgefunden.“ An den Diskussionen über die Zusammenarbeit beim LTE-Ausbau, so die FTD, seien neben den Mobilfunkbetreibern Telekom, Vodafone und O2, auch die Bundesnetzagentur und das Kartellamt beteiligt.
Allerdings ging es wohl auch der Telekom nur um die Zusammenarbeit in konkreten Einzelfällen und nicht um ein „gemeinsames Netz“ wie FTD per Überschrift groß angekündigt hatte. Denn wie das Blatt dann im Artikel kleingedruckt berichtete, wird lediglich der Ausbau der so genannten weißen Flecken diskutiert: Die Konzerne sollen mitteilen, in welchen Regionen sie LTE ausbauen wollen. Regionen, die bislang keinen Anschluss ans schnelle Internet haben und von keinem der Unternehmen abgedeckt werden, sollen dann - unter Aufsicht der Bundesnetzagentur und des Kartellamts - zwischen den Anbietern aufgeteilt werden.
„Deutschland ist ein Schlüsselmarkt für LTE“
Der spanische Mutterkonzern Telefónica hat bislang kräftig in seine deutsche Tochter O2 investiert, so berichtet die deutsche Wirtschaftszeitung Handelsblatt. In den vergangenen drei Jahren habe man 3,5 Milliarden Euro in den o2-Netzausbau gesteckt. 900 Millionen wurden für den Festnetzbetreiber Hansenet gezahlt.
Bei der Mobilfunkauktion zahlte O2 dann noch einmal rund 1,4 Milliarden Euro für die LTE-Frequenzen. Deutschland spielt eine wichtige Rolle bei LTE. „Mit seinen LTE-Tests in sechs Ländern Europas und Lateinamerikas gehört Telefónica zu den weltweit führenden Konzernen bei der Einführung des neuen Mobilfunkstandards“, sagt Matthew Key, Chef von Telefónica Europe. „Deutschland ist ein Schlüsselmarkt für LTE.“
Autor: ET
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