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grünen Links?
Novatels Mifi 2352 auf Herz und Nieren geprüft
28.05.2010
Geräte mit Zugang zum mobile Web erfreuen sich immer größerer Verbreitung. Beinahe jedes moderne Kommunikationsgerät bietet Zugang zum Netz. Doch auch die Notebooks und Tablets, die nicht mit einem UMTS-Modul ausgestattet sind, drängen ins World-Wide-Web. Ebenfalls besteht bei vielen der Wunsch, mehrere Endgeräte gleichzeitig online zu bringen.
Für derlei Wünsche gibt es jetzt eine Lösung, nämlich Wlan-Router, die selbst über UMTS eine Internetverbindung aufbauen und dieses Signal dann an mehrere Nutzer in einem eigenen kleinen Drahtlosnetzwerk weitergeben. Einer dieser UMTS-Router ist der Mifi 2352 von Novatel. Ben Schwan von der Wirtschaftswoche hat dieses handliche Modem ausführlich getestet und kam zu einem eher durchwachsenen Urteil.
Mifi 2352: Schnelles Leichtgewicht
Der Mifi 2352 ähnelt in Maßen und Gewicht einem Handy. Mit 60 Gramm ein echtes Leichtgewicht, passt das Modem mit 89 x 59 x 9 mm in jede Hosentasche. Ein Display allerdings fehlt. Eine einzige LED informiert über Verbindungsqualität (violett zeigt HSDPA-Geschwindigkeit an) und Batteriestand, denn blinkt die Leuchte, geht der Batterie langsam die Puste aus. Ebenfalls enthalten im Mifi 2352 ist ein Mikro-SD-Kartenslot, der es ermöglicht, bis zu 32 GB Daten auf dem Modem abzulegen und es damit zu einem Dateiserver zu machen. Im Wirtschaftswochen-Test zeigte sich allerdings, dass der Austausch der abgelegten Daten nur schleppend geht.

Umso schneller geht der eigentliche Kernauftrag vonstatten, die Verbindung ins Internet. Mit schnellem HSDPA sind maximale 7,2 Mbit/s möglich, womit man die Möglichkeiten der derzeit verfügbaren Netze in Deutschland voll ausreizen kann. Da der Mifi 2352 ohne Sim-Lock ausgeliefert wird, ist es zudem möglich, zwischen den Netzen zu wechseln, je nach dem, welchen Datentarif man gerade nutzt. Dies ist vor allem dann praktisch, wenn man auch im Ausland surfen möchte. Zumindest im europäischen Raum ist das einfach und ohne Probleme machbar. Der Tester besorgte sich zum Beispiel die Prepaid-Karte eines belgischen Anbieters und konnte so nach Eingabe der entsprechenden APN (Access Point Name) loslegen, ohne teure Roaming-Gebühren zu zahlen.
Einige Wermutstropfen
Kritik übte Ben Schwan allerdings bei aller Freude über den flexibel einsetzbaren Mifi an der Verarbeitung. So kam es immer wieder vor, dass das Gerät trotz geladener Batterie nicht anspringen wollte oder erst gar nicht lud. Ebenfalls das fehlende Display und die einsame LED trugen nicht gerade zur Begeisterung des Testers bei. Hier fehlte etwas der Komfort.
Besonders missfiel dem Redakteur der Wirtschaftswoche aber die Supportpolitik des Herstellers Novatel Wireless. Diese lagert die Kundenbetreuung nämlich gänzlich auf die Carrier aus, das heißt, man wendet sich nicht an Novatel, sondern an den jeweiligen Netzbetreiber bei Problemen. Das gestaltet sich dann etwas schwierig, wenn man den UMTS-Router bei einem Händler gekauft hat, ohne sich an einen Provider zu binden. Dann ist man auch von oft notwendigen Firmware-Updates abgeschnitten, die zur Sicherheit des Netzwerks beitragen.
Durchwachsenes Test-Urteil
Insgesamt war der Eindruck des Testers verhalten positiv. Wenn der Mifi 2352 funktionierte, war er ein sinnvoller Begleiter. Erwirbt man das UMTS-Modem über einen Provider, so hat man auch den nötigen Kundenservice, wenn nicht, gibt es zum Glück immerhin einige Blogs und andere Möglichkeiten zur Selbsthilfe im Internet.
Der 230 Euro teure UMTS-Router ist nach dem Erscheinen anderer, ähnlicher Geräte wie dem Huawei E5 allerdings nicht alternativlos und so sollte ein potentieller Käufer abwägen, ob ihm der Mifi 2352 wirklich entspricht, um Geräte wie das iPad oder den iPod online zu bringen. Mit dem Erscheinen immer neuer Router wird es der Mifi aber unter Umständen schwer haben, sich zu behaupten.
Autor: JM
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