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Universal Flash Storage (UFS) – der All-Flash-Standard
Eine Norm, sie alle zu knechten? Wenn es nach der US-Standardisierungs-Organisation für Halbleiter JEDEC (JEDEC Solid State Association) geht soll der Vielfalt an Speicherkarten-Formaten ab 2009 eine universelle Spezifikation für Flash-Wechselspeicher entgegen gesetzt werden. Läuft alles nach Plan, dann wird UFS (Universal Flash Storage) nach seiner Einführung – mit breiter Unterstützung heutiger Speicherkarten-Hersteller – zum alleinigen Standard für Wechselmedien auf Flash-Basis.
Die Notwendigkeit für ein einheitliches Format liegt in den Entwicklung des Wechselspeichermarktes begründet. Seitdem das Ende des überalterten Diskettenlaufwerks absehbar wurde entbrannte unter mehreren Speicherherstellern ein Wettstreit um den künftigen Standard für Wechselmedien. Es entstand eine unübersichtliche Fülle an unterschiedlichen Speicherkarten, da viele Hersteller eigene Speicherkarten-Formate auf den Markt brachten. Nach etlichen Jahren des Tauziehens könnte die UFS-Spezifikation in Zukunft alle anderen Normen ersetzen.
Entwicklung der Spezifikation und Unterstützung durch Hersteller
Für die elektrische Spezifikation des UFS-Standards hat die JEDEC eigens ein Komitee erfahrener Halbleiter-Entwickler zusammengestellt. Unter dem gemeinsamen Vorsitz von Sung Hoon Lee von Samsung und Roger Isaac von Flash-Spezialist Spansion werden die elektrische Schnittstelle und die Steuerprotokolle des neuen Standards definiert.
Neben Samsung und Spansion wird Universal Flash Storage auch von Nokia, Micron Technology, STMicroelectronis und Texas Instruments mitgetragen. Die beteiligten Unternehmen haben Unterstützung für den neuen Flash Memory Standard signalisiert und möchten bei der Entwicklung und Markteinführung von UFS mittelbar oder unmittelbar mit der JEDEC zusammenarbeiten.
Zielsetzungen des neuen Standards
Ein Hauptanliegen des Standards ist es, die Entwicklung besserer Protokolle und Karten auf eine Schnittstelle zu konzentrieren und dadurch zu beschleunigen. Ein weiteres wichtiges Ziel liegt in der Benutzerfreundlichkeit, da Nutzer künftig Speicherkarten ohne Adapter oder Problemen mit der Kompatibilität nutzen sollen.
UFS soll neben der Schaffung einer einheitlichen Speicherkarten-Schnittstelle neue Maßstäbe bei der Leistungsfähigkeit von mobilem Wechselspeicher setzen. Zum einen wird die Zugriffszeit auf umfangreiche Dateien wie Filme in HD-Qualität durch verbesserte Übertragungsraten drastisch reduziert. Zum anderen möchten die UFS-Entwickler den Stromhunger von Speicherkarten radikal begrenzen und so Notebook-Akkus und Umwelt schonen.
Ende des Speicherkartenchaos greifbar nahe aber nicht gesichert
Trotz insgesamt breiter Unterstützung aus der Halbleiter- und Mobilfunk-Industrie konnte die JEDEC nicht alle wichtigen Hersteller von Flash-Speicherkarten in ihrem UFS-Konsortium vereinen. So fehlt mit dem Unternehmen Sandisk der Anbieter des heutigen de-facto Standards für Speicherkarten, Secure Digital (SD).
Durch die marktbeherrschende Stellung ihrer SD-Karten dürfte es Sandisk auch in Zukunft nicht leicht fallen, sich der dieser Vereinigung anzuschließen. Schließlich würde man ein eigenes, etabliertes und sehr erfolgreiches Format gegen eines austauschen, bei dem alle Hersteller nach dem Startschuss 2009 unter gleichen Voraussetzungen loslegen.
Umgekehrt würde es gegen einen möglichen Widerstand wichtiger Memory Card Anbieter ungleich schwieriger, Universal Flash Storage rasch und umfassend als Speicherkarten-Standard zu etablieren.
Autor: PN
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