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Surf-Sticks fürs mobile Surfen – ganz ohne Tarif
Ratgeber: Surf-Stick-Kauf - Angebote ohne Vertrag
Surfsticks fürs mobile Surfen gibt es auch ganz ohne Vertrag bei Prepaid-Anbietern, klassischen Mobilfunkanbietern und im Onlinehandel. Der Vorteil: Man kann den jeweils günstigsten Tarif buchen. Außer den Netzbetreibern bieten eine Reihe von Händlern Surfsticks an, um mobil online zu gehen; auch gebrauchte Internet-Sticks sind im Angebot.
Doch wer sich dafür entscheidet, sollte einiges beachten: Hat der UMTS-Stick SIM-Lock beziehungsweise Netlock, ist der Stick also nur mit einer bestimmten SIM-Karte beziehungsweise bei einem bestimmten Netzbetreiber verwendbar? Und wie sieht es mit der Garantie und der Rückgabe bei Schäden aus? Ist der Surfstick für die Tarife, die ich buchen will geeignet? Wir geben Tipps für den Kauf.
Hardware ohne Vertrag beim Anbieter kaufen
Wer ins mobile Internet starten möchte, bekommt von den Netzbetreibern eine Reihe von Inklusiv-Paketen angeboten: Man kauft dabei den Datentarif zusammen mit subventionierter Hardware. Der UMTS Stick ist dann konkurrenzlos günstig, aber mit dem Kauf der Hardware schließt man gleichzeitig einen Tarifvertrag mit dem Anbieter ab. Für die Dauer des Vertrags kann man günstigere Tarifangebote anderer Mobilfunkbetreiber nicht annehmen.
Daneben gibt es die Möglichkeit, Hardware und Tarif getrennt voneinander zu erwerben. Für findige Nutzer besteht die Chance, Geld zu sparen – sie können das jeweils günstigste Tarif-Angebot wahrnehmen.
Aufwändiger als die Suche nach einem passenden Tarif ohne Hardware ist das Auffinden entsprechender Internetsticks für mobiles Surfen: Werden sie ohne Vertrag verkauft, sind sie nicht nur teurer, sondern enthalten meist noch einen Sim-Lock. Dies heißt, dass dieses Datengerät nur eingeschränkt verwendet werden kann – beispielsweise nur mit Sim-Karten des jeweiligen Netzbetreibers.
Möchte man die Sim-Karte eines anderen Anbieters verwenden, muss man 24 Monate abwarten, bis man den Stick entsperren lassen kann. Wahlweise kann man vor Ablauf dieser Frist ein Zusatzentgelt für die Entsperrung zahlen. O2 bietet den O2 Surfstick (HSUPA) an, der für 61 Euro ohne Sim-Lock auskommt. Der technisch identische web’n’walk Stick Fusion II der Telekom kostet 49 Euro, ist aber mit Sim-Lock ausgestattet. Ebenfalls ohne Vertrag, aber mit Sim-Lock, ist der Vodafone USB-Stick K3565-Z. Dieser kostet allerdings stolze 100 Euro. Wer also bei einem Netzbetreiber kauft, sollte vorher bei der Hotline anrufen und fragen, ob das Gerät nur eingeschränkt nutzbar ist und wenn ja, wie die Einschränkungen konkret aussehen: Ist es nur im Netz des Betreibers nutzbar? Wie viel kostet es, die Einschränkung aufzuheben? Läuft die Einschränkung automatisch irgendwann ab und wenn ja wann?
Hardware gibt es auch bei Amazon
Nicht nur Netzbetreiber verkaufen Hardware, auch externe Händler vertreiben mobile Endgeräte. Amazon bietet zum Beispiel den Huawei E1750 sowohl als web’n’walk Stick Fusion II als auch als O2-Surfstick (HSUPA) an. Beide UMTS-Surfsticks gibt es dort für circa fünf Euro günstiger als beim jeweiligen Netzbetreiber. Da jedoch Amazon nicht selbst als Verkäufer fungiert, sondern lediglich den Vertrieb liefert, lohnt sich die Rückfrage beim eigentlichen Händler. Im Fall von price-guard, der den web’n’walk Stick Fusion II für 44,44 Euro anbietet, stellte sich heraus, dass der Stick ohne Sim-Lock verkauft wird. Auch hier lohnt es sich beim Anbieter die oben genannten Fragen vorab zu klären.
Amazon – ursprünglich als Buchversand an den Start gegangen – bietet mittlerweile auch ein breites Spektrum an Elektronikartikeln an. Dabei bündelt es als Verkaufsplattform die Offerten vieler kleiner Händler, so dass die Produktübersicht gleichzeitig einen Preisvergleich bietet. Die Chance auf ein Schnäppchen bedeutet jedoch einen Mehraufwand an Recherche, möchte man einen Surfstick ohne Simlock ergattern.
Kaum freie Geräte bei Conrad
Der Elektronikfachhändler Conrad bietet eine Reihe von UMTS-Surfsticks an. Diese sind größtenteils allerdings mit einem Sim-Lock versehen. Nur der 4G Systems XS-Stick P14 wird für 60 Euro ohne Beschränkungen verkauft. Andere Datengeräte wie der Vodafone USB-Stick K3565-Z sind auf den jeweiligen Netzbetreiber festgelegt. Dieser ist mit 40 Euro allerdings bedeutend günstiger als bei Vodafone selbst.
Möchte man ein UMTS-Gerät mit einem anderen Tarif kombinieren als vom Provider angeboten, ist der CS-Stick P14 eine echte Alternative. Mit 4,5 Millionen Besuchern pro Monat gehört Conrad.de zu den größten deutsch Fachversandhändlern im Elektronikbereich.
Ebay: risikoreiche Schnäppchen
Eine günstige Alternative kann auch gebrauchte Hardware sein. Die erste Anlaufstelle hierfür ist Ebay. Die Online-Auktionsplattform bietet Privatverkäufern eine Plattform, um Gebrauchtware meistbietend zu versteigern. Mittlerweile gibt es auch eine Reihe von sogenannten Powersellern, also kleinen bis mittleren Händlern, die auch Neuware günstig über Ebay vertreiben.
Hier gibt es viele Gelegenheiten zu einem Schnäppchen, doch ist der Zeitaufwand noch höher als bei Amazon. Die Angebote werden oft nur unregelmäßig eingestellt und die Stückzahlen variieren stark. Hat man Glück, kann man zum Beispiel den genannten Surfstick Huawei E1750 für 20 Euro zuzüglich Versands erwerben.
Doch Vorsicht ist geboten. Die Produktinformationen sind oft unvollständig oder unklar formuliert. Daher sollten einige Fragen geklärt werden, bevor man übereilt zuschlägt. Ist die Garantie schon abgelaufen? Ist das Gerät wirklich ohne Sim-Lock? In welchem Zustand befindet es sich? Sind diese Fragen geklärt, sollte man außerdem ein Auge auf die Bewertungen der Verkäufer werfen. Da man per Vorkasse zahlt, ist es ratsam, die Seriosität eines Verkäufers auf diese Weise zu überprüfen.
Autor: JM
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