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Weltpremiere bei Telekom: Der erste LTE-Router

Ratgeber: LTE-Router der Telekom

Als erster Mobilfunkbetreiber weltweit präsentiert die Deutsche Telekom einen LTE-Router: Damit können ganze Familien oder Wohngemeinschaften mit schnellem LTE-Datenfunk ins Internet gehen. An theoretischen Höchstgeschwindigkeiten schafft der Telekom-Router 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) beim Herunterladen von Daten (Download) und 10 Mbit/s beim Senden (Upload).

Die PCs oder Laptops können drahtlos per WLAN (Standard: 802.11 b/g) oder über Kabel (Standard: IEEE 802.3/8023u) an den LTE-Router angeschlossen werden, so das Telekom-Datenblatt, das der Redaktion von laptopkarten.de vorliegt. Als Hersteller ist dort zwar die Telekom angegeben, doch der „Speedport LTE“ wird von der chinesischen Huawei geliefert, einem Produzenten von Mobilfunkzubehör und Netzwerkausrüster, so die Nachrichtenagentur dpa. Als Huawei-Produkt hat er die Bezeichnung LTE Speedport B390. Derzeit wird das Gerät noch von Kunden getestet, im April 2011 soll es auf den Markt kommen. Wie viel der Router genau kosten wird, sagt die Telekom einstweilen noch nicht. Er werde aber „zu einem günstigen Preis“ erhältlich sein.  

Was der neue Router kann

Laut Datenblatt sendet und empfängt der Telekom-Router bei LTE auf der 800-Megahertz-Frequenz, er beherrscht darüber hinaus die älteren Funktechnologien und kann zwischen HSUPA, HSDPA, UMTS, EDGE, GPRS jeweils die schnellste zur Verfügung stehende Funktechnik auswählen.  

telekom lte router

An Schnittstellen gibt es WLAN, vier Anschlüsse für Kabel und einen zweifachen Anschluss für externe Antennen. Drahtloser Computeranschluss und Anschluss per Kabel sind so schnell ausgelegt, dass sie den Funkverkehr auf der letzten Teilstrecke nicht ausbremsen – der WLAN-Anschluss liefert Geschwindigkeiten bis 54 Mbit/s, der Kabelanschluss bis zu 100 Mbit/s. LED-Leuchten zeigen den jeweiligen Verbindungsstatus an.

Der Router hat die Maße 19,5 mal 6,5 mal 16,9 Zentimeter und wiegt 424 Gramm. Das Gerät läuft unter den gängigen Betriebssystemen von Microsoft Windows, Apple Macintosh und Linux. Bedient wird es über die marktüblichen Browser wie Explorer, Firefox, Opera oder Safari; es hat eine Firewall und WLAN-Verschlüsselung. Mit im Lieferumfang sind die Stromzufuhr (Steckernetzteil) mit einem 1,8 Meter langen Kabel und ein Anschlusskabel von anderthalb Metern für einen Rechner. Der Router funktioniert nach dem Prinzip Einstöpseln und Loslegen (Plug & Play).   

Mit dem Router bietet die Telekom LTE erst mal nicht als Mobilfunk, sondern als stationäre Lösung an – in Regionen, die keine DSL-Anbindung haben, dient der schnelle Datenfunk als Ersatz.

LTE weltweit: Sticks und ein Smartphone

Damit präsentiert die deutsche Telekom als erster Mobilfunkbetreiber weltweit einen einsatzfähigen 4G-Router. In den USA wurde zwar der SCH-LC11, ein mobiler LTE-Router der koreanischen Samsung, von der zuständigen Behörde für den Funkbetrieb zugelassen, doch ob und wo er zum Einsatz kommt ist derzeit noch nicht bekannt.

In den kommerziell genutzten LTE-Netzen in den USA (Verizon Wireless) Skandinavien (Telia Sonera) und Österreich (A1) werden derzeit (Stand: Dezember 2010) nur LTE-Surfsticks von Huawei oder Samsung angeboten.

Einen Sonderweg geht der US-amerikanische LTE-Netzbetreiber MetroPCS, der kleinere örtliche LTE-Netze unterhält. Er bietet seinen Kunden das erste LTE-Smartphone, das Samsung Craft, an – Surfsticks oder Router gibt es bei MetroPCS nicht.

Autor: ET

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