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Deutsche Telekom baut LTE-Standorte aus
Ratgeber: LTE bei der Telekom - derzeitiger Zwischenstand und Ausblick
Die Deutsche Telekom rüstet sich für die neue Generation des Mobilfunks. Seit August 2010 nimmt das Unternehmen immer mehr LTE (Long Term Evolution)-Sendemasten in Betrieb. Bis Jahresende will die Telekom LTE bundesweit in über 500 Gemeinden, die derzeit noch nicht über Breitband-Internet verfügen, starten. Bis 2011 sollen 1000 sogenannte weiße Flecke von der Internet-Landkarte verschwinden.
Einen LTE-Tarif hat die Telekom mit „Call and Surf Comfort via Funk“ bereits angekündigt – die genauen Preise und Konditionen wurden noch nicht bekannt gegeben.
Erste Sendemasten umgerüstet
Im August 2010 hat die Deutsche Telekom die ersten LTE-Sendemasten in Kyritz und Ziesar (Brandenburg) in Betrieb genommen. Seitdem treibt der Konzern den LTE-Ausbau weiter voran. In Niedersachsen ging im September der erste LTE-Standort dieses Bundeslandes an den Start. 70 weitere Standorte sind allein im Bundesland Niedersachsen geplant. Auch in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen sind erste Sendemasten umgerüstet und somit bereit für den schnellen Datenfunk.
„LTE-Standorte haben eine Reichweite von bis zu zehn Kilometern“, sagt Bernhard Preilowski, Leiter Technik Nord der Telekom Deutschland GmbH, in einer Pressemitteilung des Unternehmens. „Jetzt haben wir die Möglichkeit, viele Orte mit schnellen Internet-Zugängen zu versorgen, die bisher nicht zu erreichen waren.“ Die Telekom arbeitet beim LTE-Ausbau mit den Netzwerkausrüstern Huawei und Nokia Siemens Networks zusammen.
LTE-Standorte einsatzbereit, aber nicht nutzbar
Die Telekom verfolgt einen straffen Zeitplan: Noch 2010 sollen die ersten 1000 weißen Flecke erschlossen werden – 500 mit LTE und 500 mit HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) sowie DSL (Digital Subscriber Line). 2011 sollen 1000 weitere unterversorgte Gemeinden folgen.
Doch vorerst werden die weißen Flecke wohl auch weiß bleiben müssen – auch dort, wo bereits LTE-Masten funken wie in Kyritz und Ziesar. Denn bisher fehlen geeignete Endgeräte, die mit der LTE-Technologie kompatibel sind. Die erforderlichen Geräte wie LTE-Modem oder LTE-Surfstick sollen im Frühjahr 2011 auf den Markt kommen, dies hatte Telekom-Chef René Obermann gegenüber der „Financial Times Deutschland“ eingeräumt.
Nutzer müssen sich Datenraten teilen
Der LTE-Standard zeichnet sich durch schnelle Geschwindigkeiten sowie eine Verbesserung der Reaktionszeiten des Netzes aus. Realistisch betrachtet, sind LTE-Datenraten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) möglich. In ländlichen Gebieten wie Kyritz werden demnach zunächst etwa zwei Mbit/s zur Verfügung stehen, so die Telekom.
Ab sofort kann man sich unter www.telekom.de/4g für den geplanten LTE-Tarif „Call and Surf Comfort via Funk“ vormerken lassen. Zudem stellt der Konzern nach erfolgreicher Registrierung Informationen über die neue Funk-Technologie sowie deren Ausbau bereit.
Bisher hält sich die Telekom mit Informationen über das neue Angebot aber bedeckt. Es ist lediglich bekannt, dass „Call & Surf Comfort via Funk“ ein Komplettpaket sein wird, bestehend aus einer Internet-Flatrate, mit der über Mobilfunk gesurft werden kann, und einer Telefon-Flatrate in das gesamte deutsche Festnetz.
Die Deutsche Telekom im Kurzportrait
Die Deutsche Telekom AG ist ein international tätiges Telekommunikations-Unternehmen. Der Bonner Konzern entstand im Januar 1995 aus der Privatisierung des Telekommunikationsbereiches des öffentlich-rechtlichen Unternehmens der Deutschen Bundespost Telekom. Laut telekom.com erzielte die Telekom im Jahr 2009 einen Umsatz von 64,6 Mrd. Euro und beschäftigte rund 260.000 Menschen in rund 50 Ländern.
Autor: ES
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