Prepaid-Datentarife für mobiles Internet im Vergleich

Ratgeber: Prepaid-Datentarife für mobiles Internet im Vergleich

Ein Prepaid-Datentarif kann für Neulinge im Bereich des mobilen Internets ein guter Einstieg sein. Gerade die Kostenkontrolle durch Vorausbezahlung ist einer der größten Vorteile. Außerdem kann man testen, ob der jeweilige Anbieter in Qualität und Preis zu den eigenen Vorstellungen passt. Bei der Wahl des Tarifs muss man aber darauf achten, ob sich hinter dem vermeintlichen Prepaid-Angebot nicht ein Vertrag mit kurzer Mindestlaufzeit versteckt.

Der Unterschied zwischen einem Prepaid-Tarif und einem Tarif mit Laufzeitvertrag ist für Neueinsteiger nicht immer gut zu erkennen. Oft werden Verträge mit extrem kurzer Mindestlaufzeit angeboten. Wer nicht aufpasst, kann hier eine Vertragsbindung eingehen, ohne es eigentlich zu beabsichtigen. Dieser Artikel gibt Ihnen die notwendigen Hinweise zum Thema Prepaid und wo die Vor- und Nachteile dieser Angebote liegen.

Was bedeutet Prepaid?

Bevor man einen Tarif bucht, sollte man sich über einige grundlegende Fakten im Klaren sein. Ein Prepaid-Tarif unterscheidet sich von anderen Datentarifen dadurch, dass man keinen Vertrag mit dem Anbieter abschließt. Man kauft ein gewisses Kontingent an Zeit oder Daten und geht keinerlei vertragliche Bindung ein. Ist die Zeit verstrichen, muss man nichts kündigen. Es steht einem frei, dieses Kontingent neu zu buchen.

Manche Laufzeitverträge werden so eingerichtet, dass sie einem Prepaid-Tarif stark ähneln. Sie werden mit extrem kurzen Mindestlaufzeiten angeboten. Aber auch eine Mindestlaufzeit von einem Monat macht den Tarif nicht zu einem Prepaid-Angebot. Wie der Name schon sagt, bezahle ich bei einem Prepaid-Tarif im Voraus, während bei einem Laufzeitvertrag am Ende eines Abrechnungszeitraums ein Betrag abgebucht wird.

Flatrate oder Parkuhrprinzip?

Aber auch Prepaid-Tarife gliedern sich in mehrere Teilbereiche. Auf der einen Seite gibt es Prepaid-Flatrates und auf der anderen Seite kann man auch ein festes Kontingent erwerben, das eine gewisse Gültigkeitsdauer hat. Letztere Tarife, wie zum Beispiel die Vodafone-Websessions-Tarife funktionieren nach dem sogenannten Parkuhrprinzip. Man kann für einen Zeitraum – seien es 15 Minuten oder 7 Tage – ein gewisses Datenvolumen nutzen. Hat man diese Datenmenge vor Ablauf der Zeit verbraucht, wird die Verbindung automatisch getrennt und man muss den Tarif neu buchen.

Bei einer Prepaid-Flatrate hat man ebenfalls ein gewisses Datenvolumen zur Verfügung. Allerdings wird die Verbindung nach Verbrauch nicht beendet, sondern nur gedrosselt. Ähnlich wie bei vielen Vertrags-Flatrates surft man dann mit nur noch 64 Kilobit pro Sekunde.

Auch die Geschwindigkeit kann variieren

Bei Prepaid-Tarifen gibt es noch andere Dinge zu beachten. So ist es möglich, dass bei manchen Angeboten die Surf-Geschwindigkeit eingeschränkt ist im Vergleich zu Vertragstarifen. Bei Vodafones Websessions kann der mitgelieferte UMTS-Surfstick nur theoretische 3,6 Megabit pro Sekunde im Download bieten. Mit dem Prepaid-UMTS-Stick von Congstar ist bei 1,8 Mbit/s Schluss. O2 hingegen bietet einen Prepaid-Surfstick an, der maximale 7,2 Mbit/s verspricht. In der Praxis fällt der Geschwindigkeitsunterschied zwischen den einzelnen Tarifen aber geringer aus als es auf dem Papier aussieht. Die angesprochenen 7,2 Mbit/s sind Übertragungsraten, die nur im Labor unter Idealbedingungen erreicht werden.

Möchte man irgendwann doch auf einen Vertrag umsteigen, sollte man bedenken, dass viele Prepaid-Sticks oder Prepaid-Handys nur mit der mitgelieferten Sim-Karte funktionieren, also über ein sogenanntes Sim-Lock verfügen. In diesem Fall muss neue Hardware angeschafft werden oder der Stick muss für meist rund 100 Euro entsperrt werden. Nach 24 Monaten Nutzungszeit entfällt diese Gebühr aber bei vielen Anbietern.

Autor: MN