Tablet-PC: Vergleich der Geräte, Testberichte, Preise und Highlights

Kaufberatung: Die besten Tablet-PCs im Vergleich – Testberichte, Infos & Preise

Der Tablet-Markt bietet eine Fülle von Geräten. Wir haben zahlreiche Testberichte ausgewertet und sind auf sieben empfehlenswerte Geräte gekommen.

Wir haben uns auf reine Tablets konzentriert - Hybrid-Geräte blieben außen vor - und hier auf Geräte mit einem berührungsempfindlichen Bildschirm von 7 bis 10 Zoll. Zuerst werden die 7-Zöller vorgestellt, dann die 10-Zöller. 

Samsung Galaxy Tab: Für mobile Multimedia-Nutzer

Beeindruckend schneidet durchweg das Samsung Galaxy Tab 16 GB ab. Es hat eine sehr gute Ausstattung, ist leicht und schnell zu bedienen. An Funktechniken bringt es alles mit, was es derzeit braucht, um eine Verbindung aufzubauen: Für Mobilfunknetze die Datenfunktechniken UMTS (mit HSDPA und HSUPA), GSM (mit EDGE und GPRS), zur Standortbestimmung und Navigation GPS, WLAN fürs heimische Netz und Bluetooth, um mit anderen Geräten zu kommunizieren. Dazu zwei Kameras, Lautsprecher, Mikro und eine ordentliche Laufzeit. Mit Preisen ab derzeit (Stand Juli 2011) 320 bis 360 Euro sozusagen ein Schnäppchen. Gelobt werden von deutschen Testern die Telefonie-Funktion, der gute und helle Bildschirm, die vielen Funktechniken und die gute Hardware-Ausstattung. Bemängelt wird die eher mittelmäßige Akku-Leistung.

Das Samsung ist ein Alleskönner, der für mobile Multimedia-Menschen eine prima Lösung ist – Handy und Tablet in einem, im Android-Shop gibt´s jede Menge Software für jeden Zweck.

HTC Flyer: Für Tablet-Fans, die viel Speicherplatz brauchen

An Verbindungen fehlt es auch bei diesem HTC-Flyer nicht: Für Mobilfunknetze UMTS samt HSPA dazu WLAN und GPS für standortbezogene Dienste wie Navigation. Positiv fällt den Testern auf, dass mehr Software vorinstalliert ist, als bei anderen Android-Tablets, darunter ein Navigationsprogramm samt Deutschlandkarte. 32 Gigabyte sind von Haus aus an Bord, mit Speicherkarte kann man noch mal 32 Gigabyte draufpacken. Guter Bildschirm, flotte Funktionen, zwei Kameras eine gute Akku-Laufzeit – das kann sich blicken lassen. Negativ fällt ins Gewicht, dass er einige Video-Formate nicht beherrscht. Allerdings ist er mit ab etwa 440 Euro schon ein bisschen teurer als der vergleichbare Samsung Galaxy, der aber nur 16 Gigabyte Speicher mitbringt.

Für Menschen mit normalem Speicherplatz-Bedarf ist das Preis-Leistungsverhältnis hier nicht so günstig, wer ordentlich Speicher braucht und keinen Apple-Zehn-Zöller haben will ist hier gut bedient. 

Rim Blackberry Playbook: Solides Gerät für den WLAN-Nutzer

Das Playbook des Blackberry-Herstellers Research in Motion wird von den aktuellen Rankings etwas vernachlässigt; dabei bietet das Gerät eine sehr solide Grundausstattung bei einem günstigen Preis-Leistungsverhältnis. Das Playbook besticht als solide Gesamtlösung aus einem Guß. Sehr gute Akkulaufzeit, flotte Bedienung, gutes 7-Zoll-Display, ordentliche Stereo-Lautsprecher, zwei Kameras mit 5 und 3 Megapixel, sehr gute Akku-Laufzeit. Als Pluspunkt zählt, dass der Rechner von Haus aus mit jeder Menge ordentlicher Apps bestückt ist. Das Herunterladen von Daten vom PC aufs Tablet geht flott und problemlos. Als Speicherplatz gibt es 16, 32 und 64 Gigabyte. 

Allerdings gibt es zwei Nachteile. Einen kleinen: Das Gerät wird mit einem eigenen Betriebssystem geliefert, man ist also auf die App-World von Blackberry angewiesen. Allerdings soll irgendwann ein Zusatzprogramm (technisch ausgedrückt ein Emulator) kommen mit dem man die Android-Apps nutzen kann. Und einen großen: Einstweilen gibt es das Playbook nur mit WLAN-Anschluss.

Das Gerät ist für alle geeignet, die eine solide Grundausstattung wollen, ohne dass sie viele Apps herunterladen müssen. Wer außerdem nicht eigens fürs Tablet einen Datenfunktarif buchen möchte und sich mit einem WLAN-Anschluss begnügt - für den ist es nahezu ideal. Denn dann bietet es mit Preisen ab 436 Euro (in der 16 Gigabyte-Variante) eine überzeugende Ausstattung und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.

iPad und iPad2: 10-Zöller für Markenbewusste

Kommen wir zu den Zehn-Zöllern und hier zuerst zu den iPads, welche die Gattung der Tablets erst populär machte. Während es bei den 7-Zöllern eine große Auswahl an preisgünstigen Geräten gibt, kommt man bei 10-Zöllern an Apple kaum vorbei. Das iPad der ersten Generation mit einem 9,7-Zoll-Bildschirm - um genau zu sein - ist gut bedienbar, hat ein sehr gutes Display, eine prima Akkulaufzeit. Mit UMTS für die Mobilfunknetze, WLAN fürs häusliche Netzwerk und GPS für standortbezogene Dienste wie Navigation gibt es die nötigen Datenfunk-Techniken. Der gut gefüllte App-Store hält jede nur denkbare Anwendung bereit. Verzichten muss man auf Anschlüsse wie USB, eine Kamera und beim Surfen gibt´s keine Flash-Videos. Kamera hat´s auch nicht. Das Ganze ist derzeit je - nachdem ob mit Speicherplatz 32 Gigabyte oder 64 Gigabyte - ab 470 bis 570 Euro zu haben. Für preisbewusste ist dies die erste Wahl. 

Beim iPad 2 gibt´s ebenfalls ein gutes Display, die viel gepriesene flotte und einfache Bedienung, die mittlerweile aber auch etliche andere Geräte anbieten. Dazu kommen ein prima Arbeitstempo, eine lange Akku-Laufzeit, eine Kamera und eine Webcam samt den anderen Vorzügen des älteren Ipads. Flash-Videos kann man allerdings auch damit nicht gucken, Anschlüsse wie USB fehlen auch hier. Das ganze gibt´s ab 680 Euro in der 32 Gigabyte-Speicher-Variante und ab 780 in der 64-Gigabyte-Ausgabe. 

Apples Tablets sind Geräte für markenbewusste Menschen oder solche, die einen größeren Bildschirm wollen. Bei der älteren Version ist das Preis-Leistungsverhältnis deutlich günstiger, wer keinen Wert auf Videotelefonate legt, sollte diese Lösung wählen. 

Samsung Galaxy Tab 10.1v: Tablet für Kamera-Fans

In der Zehn-Zoll-Klasse gibt es nicht so viele Geräte, hier fällt wieder ein Samsung durch ein akzeptables Preis-Leistungsverhältnis auf: Mit HSPA+ kann man schnelle Netze bis 21 Megabit pro Sekunde ausnutzen. Dazu gibt es die Datenfunktechniken GPRS für GSM-Netze, WLAN fürs heimische Netzwerk und die Hotspots, Bluetooth für Verbindung mit anderen Geräten, GPS für standortbezogene Dienste. Dazu kommt ein 16 Gigabyte Speicher, 2 Kameras, die größere mit acht Megapixel – derzeit das Top-Angebot unter den Tablet-Kameras. Die hat noch einen LED-Blitz und kann Videos mit der kleinen HD-Auflösung (1.280 x 720 Pixel) aufnehmen. Die Tester von „Chip Online“ lobten neben der Kamera das helle Display, die leichte und dünne Bauweise und die Datenfunkverbindungen, unangenehm fielen die langen Ladezeiten des Akkus auf. 

Mit Preisen zwischen 580 und 660 Euro spielt es im Preis-Leistungsverhältnis in einer Liga mit den Apple-Geräten.

Autor: FN