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UC steht für effektive Kommunikation
28.07.2008
„Unified Communications“ (UC) heißt der neueste Trend in der Firmenkommunikation. UC vereint sämtliche Kommunikationsmittel vom Festnetztelefon über Fax, E-Mail und Instant Messaging bis hin zu Web-, Audio- und Videokonferenzen unter einer Benutzeroberfläche. Durch diese ganzheitliche Integration können Mitarbeiter unternehmensweit und unabhängig von Ort und Zeit alle Medien über einen einzigen Zugang nutzen.
Die Integration der internen und externen Kommunikationskanäle ist keineswegs Science Fiction. Die technologischen Möglichkeiten sind gegeben und auch die IT-Verantwortlichen in den Firmen signalisieren ihre Bereitschaft für neue Kommunikationslösungen: Wie aus einer aktuellen Studie von Berlecon Research hervorgeht, halten 80 Prozent der befragten ITK-Entscheider in deutschen Unternehmen einheitliche Kommunikations-Lösungen unter einer Nutzeroberfläche für sinnvoll. Rund zwei Drittel der Befragten sind davon überzeugt, dass dadurch effizienter kommuniziert werden kann.
Unified Communications als Weiterentwicklung von VoIP
„Das Kommunikationsvolumen nimmt zu, Kunden erwarten eine schnelle Reaktion“, sagt Nicole Dufft, Geschäftsführerin der Belecon Research GmbH. „Hinzu kommt, dass die Anforderungen an die Produktivität der Mitarbeiter - auch unterwegs – immer höher werden. Außerdem wird die Vernetzung mit externen Partnern wie Dienstleistern und Lieferanten immer dichter“, prognostiziert die Expertin.
Allerdings zeigt die Studie auch, dass Wusch und Wirklichkeit hier noch weit auseinander klaffen: Mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen hat bisher keinerlei VoIP-Technologien im Einsatz. Die Internet-Telefonie ist aber die Grundlage für eine UC-Lösung, ohne Voice over IP ist eine ITK-Integration technisch und wirtschaftlich nicht ratsam. Joachim Adolphi, Technischer Manager UC beim Netzwerkhersteller Cisco, beurteilt die Lage dennoch positiv: „Die deutschen Unternehmen haben sich Zeit gelassen, VoIP zu adaptieren. Heute zweifelt keiner mehr, dass diese Technik die Technologie der Zukunft sein wird. Zudem ist die Internet-Telefonie jetzt reif, um darauf aufbauen zu können“, meint Adolphi.
Präsenzfunktion, CTI und Collaboration
Eine elementare Komponente von UC ist die so genannte „Präsenzfunktion“: Sie zeigt automatisch an, ob und über welches Medium ein Mitarbeiter gerade erreichbar ist. Ist er vorübergehend nicht präsent, wird angezeigt, ab wann der Kollege wieder angerufen werden kann. Ein weiterer wichtiger Bestandteil von UC-Lösungen ist die „Computer-Telephony-Integration“ (CTI). Die CTI ermöglicht aus einem Computerprogramm heraus die Abwicklung von Telefonaten, den Aufbau von Telefonkonferenzen, Faxen, Telefonbuchdienste sowie die Weitervermittlung von Gesprächen. Die dritte Basiskomponente von Unified Communications nennt sich „Collaboration“: Damit ist die orts- und medienübergreifende Zusammenarbeit von Mitarbeitern an einem Projekt gemeint.
„UC gibt dem Anwender die Freiheit, dort zu arbeiten, wo nötig und nicht wie bei klassischen Technologien, wo möglich“, beschreibt Adolphi den Nutzen des neuen ITK-Konzeptes. „Dies fördert die Mobilität des einzelnen Anwenders und die Möglichkeit, Erfahrung und Wissen im Unternehmen miteinander zu teilen, ohne durch räumliche Grenzen behindert zu werden. Damit wird unsere Arbeitswelt mehr und mehr mobil, flexibel und global ausgerichtet sein“.
Knackpunkt Sicherheit
UC-Lösungen tragen zweifellos zu einer Verbesserung der Kommunikation in größeren oder international agierenden Firmen bei. Durch VoIP und UC steigen jedoch auch die Sicherheitsrisiken im Unternehmen. Wenn Mitarbeiter von jedem Ort aus auf das Firmennetzwerk zugreifen können, wächst die Gefahr, dass vertrauliche Informationen nach außen gelangen. Auch öffnen sich neue Einfallstüren für Angriffe aus dem Netz.
Unternehmen sollten daher idealerweise ein zentrales und ganzheitliches Sicherheitskonzept umsetzen. Es sollte Infrastruktur- und Kommunikations-Server einbeziehen und Schutzmechanismen wie „Virtual Private Network“ (VPN), Authentifizierung, Verschlüsslung sowie ein Notfallkonzept berücksichtigen. Außerdem ist es unerlässlich, Firewalls und andere Security-Geräte entsprechend an das neue System anzupassen.
Autor: FN
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