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WLAN-Hotspots: sehr beliebt - wenn kostenlos

26.08.2008

Rund die Hälfte aller WLAN-Nutzer möchte nicht für den Hotspot-Service bezahlen und sucht sich lieber kostenlose Funknetze. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des US-amerikanischen Marktforschungsunternehmens In-Stat. Zwischen 33.000 und 250.000 öffentliche Hotspots gibt es inzwischen weltweit, ein Teil davon ist gebührenpflichtig.

Häufig übernehmen jedoch die Betreiber wie Cafébesitzer oder Hoteliers die Gebühren, um ihren Gästen einen besonderen Service zu bieten. Der kommt offenbar gut an - zu gut, wie die Betreiber kostenpflichtiger WLAN-Hotspots kritisieren: Während die Nutzungszahlen kontinuierlich zunehmen, können die Umsätze nicht mithalten. Lediglich an Flughäfen, wo es keine kostenlose Konkurrenz gibt, lohnt sich das Geschäft mit den drahtlosen Internet-Zugängen noch.

Fehlender Gegenwert

Der Grund für die Verweigerung der Kunden liegt laut Marktanalyst Daryl Schoolar aber nicht nur im Preis: Wie aus der In-Stat-Studie hervorgeht, beklagen sich die Nutzer in erster Linie über den fehlenden Gegenwert. „Die Kunden zahlen einige Dollar für ihre Session und können diese dann aber nur an wenigen Hotspots verbrauchen“, erläutert Schoolar. Außerdem nehme das Angebot an kostenlosen Funknetzen stetig zu, es werde also immer schwieriger für die professionellen Betreiber, die Nutzer zur Zahlung zu bewegen.

Eine Lösung des Problems könnte die Bündelung verschiedener Dienste sein, so Schooler: Inzwischen hätten die Betreiber kommerzieller Funknetze damit begonnen, den Zugang zu ihren Hotspots mit Festnetz-, Mobilfunk- oder Breitband-Angeboten zu kombinieren. „Auf diese Weise können die Kunden die Hotspots ohne separate Gebühr benutzen und die Betreiber machen zumindest einen gewissen Umsatz mit ihren Funknetzen“, sagt der Branchenexperte von In-Stat. Allerdings sieht die Zukunft der Bezahlnetze trotz solcher Bundle-Angebote wenig rosig aus, so das Ergebnis der US-amerikanischen Meinungsumfrage. Weitere erhebliche Umsatzeinbußen sind zu erwarten, da sich Konkurrenz-Technologien wie der Datentransfer über Mobilfunk oder, vor allem in den USA, über WiMAX weiter ausbreiten.

Autor: FN

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